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Flüchtlingskinder basteln für großen Laternenumzug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 25.Okt.2015 | 12:34 Uhr

Riesenandrang, hoher Lärmpegel – zahlreiche Kinder in der Notaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem Liliencron-Gelände drängten zum Laternebasteln in den dortigen DRK-Kindergarten. Die Helferinnen vom Kellinghusener Bürger- und Verschönerungsverein (KBV) und von der BFK-Wählergemeinschaft hatten alle Mühe, dem Ansturm gerecht zu werden. Als Dank dafür schauten sie in glücklich leuchtende Kinderaugen.

Gestartet hat die Aktion der KBV, Veranstalter des großen Laternelaufs in der Stadt. „Alle Kellinghusener Kinder und Eltern sind eingeladen, am Donnerstag, 29. Oktober, dabei zu sein“, sagt die KBV-Vorsitzende Margarete Mehrens-Alfer. Los geht es um 19 Uhr auf dem Vorplatz des Liliencron-Areals. Unter musikalischer Leitung vom Spielmannzug „Frei weg“ wandert der Lampionzug die Lindenstraße hinunter bis zum oberen Marktplatz. „Dort werden wir Brezeln, Rosinenbrötchen und Getränke für Kinder sowie Wurst und Brot für die Erwachsenen austeilen“, erklärt Mehrens-Alfer.

Mit der Veranstaltung führt der KBV eine Tradition fort, die zuvor viele Jahre auf dem Programm der örtlichen Arbeiterwohlfahrt stand. „In der aktuellen Situation wollen wir auch die Gäste aus der Notunterkunft mit einbinden“, sagt Mehrens-Alfer. Nach der großen Spendenbereitschaft sowie der vielfältigen aktiven Flüchtlingshilfe aus der Bevölkerung soll der herbstliche Brauch nun Gelegenheit bieten, sich ein wenig kennen zu lernen und aneinander zu gewöhnen. „Warum nicht bei den kleinen Menschen beginnen?“, fragt Mehrens-Alfer. Aus Erfahrung weiß die zweifache Mutter, das Kinder grenzenlos spielen. „Und wo Kinder sind, kommen auch Eltern ins Gespräch“, weiß die KBV-Chefin.

Da in den örtlichen Kitas bereits fleißig Laternen gebastelt werden, sollte auch der Nachwuchs in der Notaufnahme die Möglichkeit dazu bekommen. Als Unterstützer gewann der KBV die Wählergemeinschaft BFK, den Kaufmännischen Verein (KVK) sowie „Stöberstübchen“-Inhaberin Susanne Mohr. Mit der Stadtjugendpflege ist zudem die Kommune als offizieller Partner mit im Boot.

„Hut ab“, staunte der KVK-Vorsitzende Timo Laackmann angesichts des turbulenten Bastelspaßes. Mit Feuereifer beteiligten sich die Kinder am Falzen, Kleben und Verzieren der zylindrischen Leuchtkörper. Die Verständigung beim Basteln klappte auch ohne viele Worte. Und: Traurig brauchten auch diejenigen nicht zu sein, die es bei dem großen Andrang nicht bis zum eigenen Bastelwerk gebracht hatten. „Wir haben noch fertige Laternen vorrätig“, sagt Mehrens-Alfer. Eine Anzahl davon steht im Sozialkaufhaus „Wieder Wert“ in der Hauptstraße für bedürftige Kellinghusener Familien zur Verfügung.

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