Einsatzalarm : Flammen aus dem Schornstein: Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Die Drehleiter hat sich erneut bewährt, ohne das Fahrzeug wäre der Schornstein kaum zu erreichen gewesen.
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Die Drehleiter hat sich erneut bewährt, ohne das Fahrzeug wäre der Schornstein kaum zu erreichen gewesen.

Anlieger der Gartenstraße in Kellinghusen sehen Flammen, warnen den Bweohner und wählen den Notruf.

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24. November 2014, 05:12 Uhr

Am Sonnabend gegen 20.30 Uhr rückte die Freiwillige Feuerwehr Kellinghusen zu einem Schornsteinbrand in die Gartenstraße aus. Anlieger hatten beim Nachbarhaus meterhohe Flammen aus dem Schornsteinkopf schlagen sehen, warnten den Bewohner und wählten den Notruf.

Als die ersten Kräfte die Flammen und den starken Funkenflug aus dem Schlot sahen, befürchtete Einsatzleiter Benjamin Stendorf eine mögliche Ausweitung zum Dachstuhlbrand. Umgehend wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, und ein Atemschutzgeräteträger ließ eine schwere Stahlkugel an einer Kette aus dem Korb in den Schornstein. Mit Scheinwerfern war die Einsatzstelle taghell ausgeleuchtet.

Durch die enorme Hitze im Schlot schmolzen die Reinigungsborsten der Schornsteinfegerausrüstung und die Kette glühte – aber der Flammenausschlag konnte deutlich vermindert werden. Zwischenzeitlich war eine Wasserversorgung zum nächsten Hydranten aufgebaut worden. Zwei Trupps standen mit dem Strahlrohr für den Fall der Brandausbreitung bereit. Der Funkenflug wurde ständig beobachtet. Sicherheitstrupps unter Atemschutz kontrollierten die Wärmeentwicklung in jedem Stockwerk. Hilfreich dabei war die Wärmebildkamera.

Während die auf der gesamten Südseite des Daches befestigten Solarzellen keine Probleme bereiteten, war deren Verkabelung unter dem Dach aber zum Teil geschmolzen, so dass eine Stromschlaggefahr bestand.

Letztlich wurde im Haus kein Wasser eingesetzt, es entstand kein Brandschaden. Nur im Garten wurden die herausgebrachten Glutreste gelöscht. Durch den umsichtigen Einsatz konnten die 17 Männer der Feuerwehr mit drei Fahrzeugen, ein Streifenwagen der Polizei und die Besatzung des Kellinghusener Rettungswagens die Einsatzstelle nach knapp zwei Stunden verlassen. Während des Löscheinsatzes blieb die Gartenstraße gesperrt.

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