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Einweihung : Flaggschiff für den Rettungsdienst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die neue Rettungswache am Klinikum Itzehoe nimmt ihren Betrieb auf. Die Halle kann demontiert und im Hackstruck wieder aufgebaut werden.

Wenn die Mitarbeiter der Rettungswache aus dem Fenster schauen, können sie noch die Reste ihrer alten Dienststelle sehen, die vom Bagger platt gemacht wird – doch die Wehmut hält sich in Grenzen. „Dysfunktional und nicht mehr tragbar“ sei die alte Rettungswache gewesen, erinnerte Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler gestern bei der Einweihung des neuen Gebäudes. Das ist bereits seit Ende 2013 in Betrieb, Sturm „Xaver“ ließ den ersten Einweihungs-Termin platzen.

Die alte Wache, die in den 70er Jahren entstanden ist, war längst zu klein geworden. Die modernen Rettungswagen passten nicht mehr hinein, weil sie zu hoch sind. Und auch für die Mitarbeiter war der Platz mehr als knapp. Das neue Gebäude dagegen sei „außerordentlich gelungen“, sagte Ziegler, der die „exzellente Bauausführung“ lobte. Die Wache, die in acht Monaten Bauzeit entstanden ist, sei das „Flaggschiff für den Rettungsdienst“. Das Klinikum hat die Baukosten von 2,3 Millionen Euro getragen, die RKiSH mietet das Gebäude.

Die Itzehoer Rettungswache sei „das Herz der notfallmedizinischen Versorgung in Steinburg“, sagte Michael Reis, Geschäftsführer der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein gGmbH (RKiSH). Durch den hohen Standard seien alle Anforderungen an einen leistungsstarken Rettungsdienst erfüllt – und die RKiSH für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Zu diesen gehört der demografische Wandel, der für höhere Einsatzzahlen sorgt, aber auch die Notwendigkeit, im steigenden Wettbewerb attraktive Arbeitsplätze im Gesundheitswesen zu bieten. Dies werde gerade auch durch die gute Zusammenarbeit und die Synergieeffekte zwischen RKiSH und Klinikum gewährleistet, so Reis.

Die neuen Algorithmen für den Rettungsdienst, die strukturierte Handlungsabläufe und Leitlinien für die Versorgung vorschreiben, garantierten zudem „die bestmögliche und schnellstmögliche Hilfe“ und erhöhten im Notfall auch die Handlungssicherheit der Mitarbeiter, von denen insgesamt rund 50 in Itzehoe beschäftigt sind.

Um ihnen das Arbeitsleben möglichst leicht zu machen, mussten die Planer von Schnittger Architekten + Partner ordentlich tüfteln – immerhin galt es, eine Höhendifferenz von einem Geschoss zu überbrücken. Eine „funktionale und emotionale Architektur“ sollte es sein, sagte Architekt Stefan Redtwitz. Die gute Anbindung an die Robert-Koch-Straße war nötig – und auch an die Zukunft musste schon gedacht werden. Damit die Rettungswache eines Tages auf das Hackstruck-Gelände umziehen kann, wurde sie so konstruiert, dass sie demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann.

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erstellt am 01.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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