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STadtmanagement : Flagge zeigen für Brunsbüttel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadtmanagement im fünften Jahr: Torsten Lange sieht die städtische Einrichtung auf einem guten Kurs. Inhaltlicher Schwerpunkt ist der Tourismus. Großes Augenmerk gilt der Koogstraße.

Förderung von Tourismus, Wirtschaft und Vereinen sowie Veranstaltungen bilden die Säulen des Brunsbütteler Stadtmanagements. Das wurde vor knapp fünf Jahren eingerichtet und bemüht sich seitdem mit guten Erfolgen, für die Schleusenstadt Flagge zu zeigen. Im Hauptausschuss zog Stadtmanager Torsten Lange am Mittwoch eine erfolgreiche Bilanz für das vergangene Jahr. Die Politiker waren offenbar zufrieden, eine Diskussion blieb aus.

Ist das Stadtmanagement damit so in Brunsbüttel angekommen, wie bei der Gründung am 1. Juli 2009 geplant? Torsten Lange ist davon überzeugt. Die Einrichtung sei inzwischen etabliert. „Mit unserer Arbeit werben wir für für ein positives Image Brunsbüttels.“

Da helfe es besonders, dass das Stadtmanagement nicht ein Verein ist oder eine städtische Tochtergesellschaft, sondern als Stabsstelle im Rathaus angesiedelt ist. Das sorge für die notwendigen kurzen Wege. Lange betont: „Marketing und Stadtentwicklung gehören zusammen.“ So enthalte das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK nicht nur Aussagen zu möglichen baulichen Maßnahmen, sondern auch zur Vermarktung der Stadt Brunsbüttel.

Dies geschieht mit Veranstaltungen vom Maifeuer über das Volksfest bis hin zum Kult(o)ur und NOK-Geburtstag sowie dem großen Laternelaufen. Geworben wird auch mit Merchandise-Artikeln von der Postkarte über den Kaffee-Pott bis hin zum T-Shirt. Artikel, die in der Touristinfo verkauft werden. Und die für den roten Faden werben, der sich von der Innenstadt bis hin zur Mole 1 auf der Südseite zieht: die Schleusenmeile. Die möchte Lange in diesem Jahr stärker bewerben, indem ein Besucherleitsystem installiert wird – eine Beschilderung vom LUV über „die Koog“, das Atrium, die Kanalfähre, die Beach-Bar Copacanala bis hin zu Mole 1 und Seemannsmission. „Die Umsetzung kostet bestimmt 20 000 Euro“, sagt Torsten Lange. Dafür gelte es, mögliche Fördertöpfe anzuzapfen. Denn die städtischen Finanzen ließen keine großen Sprünge zu. „Wenn sich in Zukunft abzeichnen sollte, dass wir weniger Geld bekommen, müsste man die Zielsetzungen für das Stadtmanagement überprüfen“, sagt er. Sorgen vor Kürzungen in seinem Etat macht er sich derzeit nicht.

Die touristische Bedeutung der Stadt auszubauen, ist inzwischen ein wesentlicher Faktor in der Arbeit von Torsten Langes Abteilung. Allein die Tourist-Info registriert jährlich rund 32 000 Besucher. Von einem ehrgeizigen Projekt musste sich das Stadtmangement inzwischen jedoch verabschieden: dem mit sieben Millionen Euro kalkulierten Skywalk unmittelbar an den Schleusen. Allerdings seien weniger finanzielle Gründe ausschlaggebend gewesen, sondern der Platz für dieses spektakuläre Schleusenbesucherzentrum sei nicht mehr verfügbar. Nun rückt das Atrium am Gustav-Meyer-Platz ins Blickfeld. Das ließe sich aufstocken, sagt Lange. Ein interessantes Projekt auch, weil die Arbeiten an der dritten Großschleuse touristisch vermarktbar seien. Dafür gebe es bereits erste Gespräche mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt.

„Die Koog“, der Teil der zur Schleusenmeile gehörenden Koogstraße, sei als Begriff inzwischen akzeptiert, sagt Lange. Dort gelte es, gemeinsam mit den Kaufleuten und der Politik Strategien zu entwickeln, wie sich Brunsbüttels Einkaufsstraße für die Zukunft aufstellen kann. Leerstände sind ein Grund zur Sorge. Gleichwohl sagt Lange: „Hier gibt es ja noch super Läden.“ Abhilfe, meint der Stadtmanager, könne unter anderem ein so genannter Frequenzbringer sein: Die Drogeriekette DM interessiert sich beispielsweise für Brunsbüttel.

 

 

 

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erstellt am 07.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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