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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 22:07 Uhr

Pferdesport : Fit für den Kutsch-Parcours

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Klaus Peperkorn und Manfred Garbrecht haben intensiv für die Hubertusjagdfahrt am Wochenende in Kleve trainiert.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2015 | 17:15 Uhr

Wenn am Wochenende auf Gut Kleve die 32. Hubertusjagdfahrt der Gespannfahrer Steinburg veranstaltet wird, dann sind auch Klaus Peperkorn (70) und Manfred Garbrecht (69) wieder mit von der Partie. An das vergangene Jahr können sich die beiden Fahrer, die für den Reit- und Fahrverein Mühlenbarbek starten, noch gut erinnern: In der Abteilung „Pferde Zweispänner“ holten sie den Sieg.

Um auch in diesem Jahr erfolgreich sein zu können, bereiten sie sich schon seit geraumer Zeit mit den vorgespannten Haflingern Balu und Maja ganz intensiv vor. Dazu gehören sowohl das Training auf der Platzanlage, wo sie das Fahren im Kegelparcours trainieren, als auch im Gelände. Beide Disziplinen werden bei der Hubertusjagdfahrt geprüft. Wer die beiden Fahrsportler bei ihren Trainingsfahrten im Kegelparcours beobachtet, bekommt einen Eindruck von der Präzision, mit der gefahren werden muss. Grund für die Sorgfalt: Die Kegel stehen paarweise auf einer Linie nur so weit auseinander, dass der Durchlass nur 30 Zentimeter breiter ist als die Kutsche. „Viel Platz hat man da nicht, man muss schon genau fahren“, sagt Klaus Peperkorn. Gefahren wird auf Fehler und Zeit. Anforderung im Wettkampf sei, die Kutsche bei rascher Fahrt so zu platzieren, dass sie nicht gegen die mit Bällen bestückten Kegel stößt. „Fallen sie von den Pylonen, wird das als Fehler gewertet“, erklärt Peperkorn die Regularien.


Mensch und Tier müssen harmonieren


Doch der Mensch ist nur die eine Seite der Medaille. Nicht weniger wichtig sind die Pferde, mit denen sich die beiden Fahrsportler Woche für Woche mehrmals beschäftigen, um weiterhin auf Dauer zu harmonieren: „Glücklicherweise reagieren Balu und Maja sehr gut auf die Hilfen beim Fahren, so dass wir uns auf sie verlassen können“, lobt Garbrecht die beiden Haflinger. Ausgebildet für den Fahrsport wurden sie von Klaus Peperkorn, der auch Eigentümer der Pferde ist.

Beide Männer betreiben ihr Hobby gemeinsam, seitdem sie in Rente gegangen sind. Während die Aufgabe von Klaus Peperkorn darin besteht, die Kutsche zu lenken, fährt Manfred Garbrecht als Beifahrer mit – im Kegelparcours sitzend und im Gelände stehend hinter ihm. In beiden Teildisziplinen darf der Fahrer die Kutsche nicht verlassen, ansonsten belegen die Wertungsrichter dieses Verhalten mit Minuspunkten. Als Fehler wird ebenfalls gewertet, wenn der Beifahrer die Kutsche innerhalb der Prüfung verlässt oder im Kegelparcours aufsteht. Allerdings: Der Beifahrer darf den Kutscher im Gelände bei dessen Handlungen unterstützen. Auch im Kegelparcours müssen Probleme im Notfall natürlich auch außerhalb der Einheit geregelt werden. Mit einer Platzierung ist dann allerdings nicht mehr zu rechnen. Mit Blick auf das Wochenende betonen Klaus Peperkorn und Manfred Garbrecht „optimal“ auf die Anforderungen der Hubertusjagdfahrt vorbereitet zu sein. Das beträfe sowohl die 20 Kilometer lange Ausfahrt mit anschließender Bewältigung der Geländehindernisstrecke am Sonnabend als auch die Prüfung im Kegelparcours anderntags. Peperkorn: „Wir wünschen uns für den Sonnabend natürlich ein bestmögliches Ergebnis, denn die Fehler, die wir dort machen, nehmen wir in den Sonntag mit hinein.“

 


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