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Hohenlockstedt : Fischzucht als Ort des Lernens und Erlebens

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Richtfest für neues Betriebsgebäude bei Familie Knutzen / Außerschulischer Lernort ab 2018

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Fische sind das Leben von Jürgen und Ursula Knutzen. In ihrer Fischzucht in Hohenlockstedt-Springhoe schwimmen Forellen, Karpfen und Bachsaibling, auf Wunsch werden Fischplatten für Veranstaltungen bereitet. Doch schon lange bietet das Ehepaar mehr als frischen Fisch. An Tischen und Bänken können Radler und Wanderer zum Picknick einkehren, an den Teichen werden Angelkurse für Einsteiger angeboten. Und Anfang 2018 kommt ein neues Angebot hinzu: die Fischzucht als außerschulischer Lernort.

Mit geladenen Gästen feierten Jürgen und Ursula jetzt Richtfest für das neue Betriebsgebäude. 262  000 Euro investieren der Fischwirt und seine Frau. Vor dem bestehenden Haus entsteht ein weiteres Gebäude mit 150 Quadratmetern Fläche. „Damit entsteht hier nicht nur mehr Platz für die Fischverarbeitung, sondern auch noch bessere Bedingungen für Mitarbeiter. Und vor allem wird ein außerschulischer Lernort als Lern- und Erlebnisraum geschaffen“, erklärte Axel Pietsch, der weniger als Bürgermeister der Nachbarstadt Kellinghusen, sondern vielmehr als Vertreter der Aktiv-Region Holsteiner Auenland zum Richtfest erschienen war.

Über die Aktiv-Region gibt es für die Fischzucht eine ordentliche Förderung. 100  000 Euro erhalten die Knutzens aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung der Ländlichen Räume (ELER) und Mitteln des Landes Schleswig-Holstein. Der außerschulische Lernort, der ab Frühjahr 2018 Schulen und Kindertageseinrichtungen, aber auch anderen Bildungseinrichtungen, Studenten, Auszubildenden, Tagesgästen und Anglern zur Verfügung stehen soll, war dabei Voraussetzung für die Antragsstellung über die Aktiv-Region.

Ich freue mich, dass wir das jetzt endlich gemacht haben und danke allen, die uns unterstützt haben“, sagt Ursula Knutzen. Schon seit einigen Jahren habe man mit dem Gedanken der Erweiterung gespielt. „Was ihr euch vorgenommen habt, passt wunderbar in die Region und zu ‚Hohenlockstedt erleben‘“, sagte Bürgermeister Jürgen Kirsten. Und Detlef Möölgaard, der das Bündnis „Hohenlockstedt erleben“ vertrat, wünschte: „Wenn der Parkplatz hier im nächsten Jahr nicht mehr groß genug für die vielen Gäste ist, dann habt ihr alles erreicht.“ Und „damit es nicht nur Fisch gibt“, hatte er außer Käseplatten von der Meierhof Möllgaard auch zwei Apfelbäume als Geschenk im Gepäck.

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