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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 02:45 Uhr

Wechsel : Fischer wird neuer Stadtwerke-Chef

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Chef der Stadtwerke Glückstadt, Karl-Heinz Jacobs, geht im Oktober in den Ruhestand. Ab Juli wird sein Nachfolger eingearbeitet.

von
erstellt am 06.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Torsten Fischer wird neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Glückstadt. Der 44-Jährige setzte sich gegen 149 Mitbewerber durch. „Ich freue mich, dass Torsten Fischer mein Nachfolger wird“, sagt der amtierende Stadtwerke-Chef Karl-Heinz Jacobs in einem Pressegespräch. Er selbst geht im Oktober in den Ruhestand, wird seinen Nachfolger aber bereits ab Juli einarbeiten.

Gewählt wurde Torsten Fischer vom Aufsichtsgremium der Stadtwerke GmbH. Die Entscheidung war einstimmig. Im Vorwege hatten Gerd Nedderhut (SPD), Vorsitzender des Gremiums, sein Stellvertreter Manfred Lück (CDU) und Karl-Heinz Jacobs eine Vorauswahl der Bewerber getroffen.

„Wir wollten uns rechtzeitig um einen Nachfolger bemühen“, erklärt Nedderhut. Deshalb wurden bereits Anfang August vergangenen Jahres Anzeigen in der Fachpresse und im Internet geschaltet. 150 Bewerbungen gab es und das kleine Gremium tagte öfter, „um den Berg zu bewältigen“, so Nedderhut. „Wir haben viel diskutiert.“ Letztlich waren es fünf Kandidaten, mit denen lange Gespräche geführt wurden.

„Zwei blieben übrig, die von der Papierform die gleiche Qualifikation hatten“, erklärt Nedderhut. Beide hatten eine „hervorragende Qualifikation mit einem hohen Wissensstand“. Letztlich entschied der persönliche Eindruck.

Torsten Fischer ist Glückstädter. Aufgewachsen als Sohn eines Gas- und Wasserinstallateurs machte er 1990 am Detlefsengymnasium Abitur. Anschließend studierte er in Kiel und Hamburg Anlagenbetriebstechnik. Erste berufliche Station war der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft. Dann kam er zu den Glückstädter Stadtwerken. In dieser Zeit wurde er vom damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Neumann überzeugt, berufsbegleitend seinen Abschluss zum Master als „Netz-Ingenieur“ zu absolvieren. Der Diplom-Ingenieur wechselte dann zu den Stadtwerken Itzehoe und arbeitete einige Jahre bei der Schramm-Group in Brunsbüttel. „Das war ein interessantes Aufgabenfeld“, sagt Fischer. „Vor allem mit der Nähe zum Hafen.“ Denn er selbst sei begeisterter Segler. Doch war die Arbeit beim Logistik-Dienstleister letztlich nicht sein eigentliches Berufsfeld. So wechselte er zu den Stadtwerken nach Wedel, wo er zurzeit beschäftigt ist. „Ich habe mich immer weiterentwickelt.“

Ehrenamtlich betätigt er sich als zweiter Vorsitzender im Glückstädter Seglerverein. „Ich stelle mich auch wieder bei der nächsten Hauptversammlung zur Wahl“, sagt Fischer, der demnächst auch Chef des Binnenhafens wird. Kritische Punkte sieht er in der Doppelfunktion nicht, die Mitglieder vom Aufsichtsrat auch nicht. Aber anders ist es beim Förderverein Fortuna-Bad, wo Fischer seinen Posten als Beisitzer niederlegen wird. Denn die Stadtwerke sind Betreiber des Schwimmbades.

Der zukünftige Geschäftsführer hat eine Wohnung in Glückstadt und eine gemeinsam mit seiner Ehefrau in Hamburg. Klar ist für ihn, dass er demnächst wieder ganz nach Glückstadt ziehen wird. „Ich hänge an meiner Heimat.“

Auf seine neue Position als Geschäftsführer freut er sich. Da die Stadtwerke zum Verbund Steinburg mit über 300 Mitarbeitern gehören, wird er dort gemeinsam mit Manfred Tenfelde die Geschicke leiten. Tenfelde betreut weiterhin den kaufmännischen Part, Fischer wird den technischen übernehmen. Auch das war ein Grund, weshalb die Wahl des Aufsichtsrates auf ihn fiel. Denn unter den Bewerbern für den Glückstädter Posten waren sehr viele Kaufleute, doch gewünscht war ein Techniker.

Karl-Heinz Jacobs übergibt Torsten Fischer „eine gut ausgebildete Mannschaft“ und ein Modell, welches zukunftsweisend sei, so der jetzige Stadtwerkeleiter. Damit meint Jacobs den Verbund der Stadtwerke Glückstadt, Itzehoe und Wilster, die Vorbildfunktion für viele andere Stadtwerke haben.

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