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Kreissportfischerverband : Fischer will Anglern Ruhe bringen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der neue Vorsitzender der Dithmarscher Sportfischer kommt aus Burg. Detlef Fischer wurde mit deutlicher Mehrheit gewählt und will jetzt schnellstmöglich die ausgelaufenen Unterpachtverträge verlängern.

Jetzt soll endlich wieder Ruhe bei den Anglern in Dithmarschen einkehren. Dafür will der Burger Detlef Fischer sorgen, der während einer außerordentlichen Sitzung mit deutlicher Mehrheit zum neuen Vorsitzenden des Kreissportfischerverbands (KSFV) gewählt worden war. Damit löste er den Osterrader Horst Eichert ab, der diesen Posten fast 20 Jahre lang inne hatte. Allerdings war es mit dem langjährigen Anglerchef in den vergangenen Monaten zu großen Differenzen gekommen, die schließlich zum Bruch geführt hatten.

Hintergrund sind die Pachtverträge für die Gewässer des Deich- und Hauptsielverbands. Diese hat der Kreisverband gepachtet, der die weitere Nutzung mit den einzelnen Vereinen in Unterverträgen regelt. Betroffen sind quasi alle Gewässer, die mit zur Entwässerung beitragen. Unter anderem beispielsweise Burger Au, Helmscher Bach, Braake, Miele, Bütteler Kanal und viele mehr. Nach dem Auslaufen der Pacht hatte sich der Neuabschluss hingezogen. Die Angler befürchteten bereits, ihrem Hobby an einigen Gewässern nicht mehr nachgehen zu können. Neue Unterverträge seien bis heute nicht geschlossen, erklärt Detlef Fischer. Und das, obwohl es „wirklich nicht kompliziert ist“, so der neue KSFV-Chef. Es müssten die Unterverträge mit dem Hauptpachtvertrag abgeglichen werden und nötige Änderungen eingefügt werden. „Bei vielen Unterverträgen reicht vermutlich ein DinA-4-Blatt hinten dran, das die Fortsetzung des Vertrags regelt.“ Und das will Fischer, der auch Vorsitzender des Angelvereins (AV) Burg ist, schleunigst angehen.

Immerhin sind rund 2000 von insgesamt 5000 über ihre Vereine im Kreisverband organisierten Angler betroffen – „und die wünschen sich endlich Rechtssicherheit“. Detlef Fischer muss nur noch abwarten, bis er offiziell als Vorsitzender im Vereinsregister eingetragen ist, dann soll es ganz schnell gehen. Zwar will Eichert, dem Fischer unterm Strich eine „gute Arbeit“ in den vielen Jahren attestiert, gegen die Neuwahl klagen. Für einen Erfolg sieht Fischer aber keine großen Aussichten. Zum Schluss habe im Kreisvorstand einfach die Transparenz gefehlt, begründet Fischer den Schritt, sich zur Wahl zu stellen. Eichert habe zahlreiche Entscheidungen komplett eigenmächtig und ohne Absprache mit Vorstandsmitgliedern getroffen, beschreibt Fischer ohne dem Ex-Vorsitzenden unsaubere Geschäfte unterstellen zu wollen. „Aber es musste etwas passieren, und es musste einer machen.“

Schon in der nächsten Woche will sich der KSFV-Vorstand mit den betroffenen Vereinsvertretern an einen Tisch setzen. „Jeder bringt seinen Vertrag mit, wir sehen die durch und dann gibt es die Pachtverlängerungen“, sagt Fischer. Dann könne endlich Ruhe einkehren und die Petrijünger können wieder ihrem Hobby nachgehen.

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erstellt am 04.Sep.2013 | 04:50 Uhr

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