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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 14:02 Uhr

Firma sorgt für Ruhe im Zentrum

vom

Ordnungsdienst für La-Couronne-Platz

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Itzehoe | Das Thema ist ein Dauerbrenner - und ein Garant für hitzige Diskussionen: Der Umgang mit den so genannten "Störern" auf dem La-Couronne-Platz. Seit Jahren beschäftigt die Gruppe die Gremien der Stadt. Anlieger und Passanten fühlen sich belästigt, von lauter Musik und Alkoholgenuss - und vor allem davon, dass Hauswände als Toilette benutzt werden.

Einigkeit herrscht darüber, dass etwas getan werden muss. Weit schwieriger sieht es bei der Frage nach dem Wie aus. Es gibt zwei Ansatzpunkte. Auf der einen Seite die eher strenge Hand mit einem Ordnungsdienst, der Grenzen setzt - auf der anderen die sanftere Methode mit einem Sozialarbeiter. Motto: "Integrieren statt Ausgrenzen". Die jeweiligen Verfechter standen sich jetzt wieder im Sozialausschuss gegenüber.

"Wir werden das Problem nicht ganz aus der Welt schaffen, aber wir können den Ball flach halten", meinte Vor sitzender Rolf Siegmund (CDU). Es müsse eine Entscheidung getroffen werden, denn gerade im Sommer sei das Problem am größten. "Wenn wir jetzt nichts tun, ist es für dieses Jahr zu spät."

Die Verwaltung favorisiert den Ordnungsdienst. Bereits 2012 war der Sicherheitsdienst "Schwarzer Mann" im Einsatz. Die Testphase verlief nach Ansicht aus dem Rathaus gut. Der Vorteil sei, dass der Mitarbeiter gezielt zu den Zeiten eingreifen könne, zu denen es nötig ist, heißt es in der Sitzungsvorlage. Zudem sei diese Variante kostengünstiger.

Die Beschäftigung eines Streetworkers sei schwieriger. Es käme nur ein Zeitvertrag in Betracht, weil nicht abzusehen ist, ob 2014 Geld dafür vorhanden ist. Es müsse ein Konzept festgelegt werden. Und es sei offen, "ob überhaupt ein Sozialarbeiter unter diesen Bedingungen gewonnen werden kann".

Der aus der Politik vorgeschlagene Einsatz von Überwachungs kameras sei keine Alternative, sagte Verwaltungsmitarbeiter Mathias Siebenborn. Die rechtlichen Grenzen dafür seien strikt, "das werden wir rechtlich sauber nicht hinkriegen".

Nach langem Hin und Her stand der Mehrheitsentschluss fest - es ist ein Kompromiss: In diesem Jahr soll der Ordnungsdienst wieder zum Einsatz kommen, zugleich soll die Verwaltung aber prüfen, zu welchen Konditionen für die Zukunft ein Sozialarbeiter gewonnen werden kann, und ein Konzept vorlegen. Auch für die neu besetzten Gremien nach der Kommunalwahl werden die "Störer" also Diskussionsstoff bieten.

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