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Ausstellung : Finnische Jägerbewegung jetzt im Schulunterricht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Wilhelm-Käber-Schule Hohenlockstedt präsentiert eine Ausstellung zur finnischen Jägerbewegung.

von
erstellt am 10.Mär.2015 | 04:45 Uhr

Die Hohenlockstedter und die Finnen – eine „spannende und abenteuerliche Geschichte“, die zumindest jeder Schüler im Ort kennen sollte. Jörn Gasterstedt, Leiter der Wilhelm-Käber-Gemeinschaftsschule, hat sich dieses Anliegen auf die Fahne geschrieben. Deshalb sollen sich künftig alle Schüler mit der finnischen Jägerbewegung, die 1915 ihren Anfang im damaligen Lockstedter Lager nahm, befassen. Als Einstieg dient eine ständige Ausstellung, die Gasterstedt mit seinem Wahlpflichtkurs erarbeitet hat.

„Eigentlich müsste ganz Schleswig-Holstein diese Geschichte kennen“, sagte der Schulleiter bei der Eröffnung. „Dies können wir aber nicht garantieren. Garantieren können wir jedoch, dass wir niemand entlassen, der sich nicht mit der Geschichte der Jäger befasst hat.“

Die Schule habe die Eröffnung der Ausstellung bewusst nach dem Finnentag gelegt. An den zwei Festtagen hätten alle noch einmal gesehen,welch große Bedeutung Hohenlockstedt für die finnische Freiheitsbewegung gehabt habe. Im damaligen Lager seien zwischen 1915 und 1918 fast 2000 Freiwillige ausgebildet worden, die dann die Unabhängigkeit Finnlands von Russland erkämpft hätten.

Die Jägerbewegung steht dann auch im Mittelpunkt der Ausstellung, die überwiegend Schrifttafeln mit Daten dazu, zur weiteren Geschichte Finnlands und zur Freundschaft zwischen Hohenlockstedtern und der finnischen Kommune Lapua enthält. Zum Wahlpflichtkurs gehörten daneben auch ein Besuch im Museum am Wasserturm und eine Umfrage. Dabei zeigte sich, dass immerhin 23 von 30 befragten Hohenlockstedtern schon einmal etwas über die deutsch-finnische Freundschaft gehört hatten. In diesem Schulhalbjahr sollen die Schüler des Kurses noch durch die anderen Klassen gehen und über die Geschichte berichten. „Wir hoffen, dass wir damit Ende des Schuljahres durch sind“, so Gasterstedt.

Im nächsten Schuljahr kann das Gelernte vor Ort in Finnland vertieft werden. Denn erstmals gibt es einen Schüleraustausch, der danach regelmäßig stattfinden soll. Bilder des Austausches sollen zur Ausstellung kommen. Denn diese soll nach den Vorstellungen des Schulleiters und des Wahlpflichtkurses weiter wachsen. „Auch eine Kopie der Partnerschaftsurkunde zwischen Lapua und Hohenlockstedt möchten wir noch aufhängen.“

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