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GüNSTIGES GELD : Finanzspritze für Jugend und Bildung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zinsgünstige Darlehen aus dem Kommunalen Investionsfonds helfen der Stadt beim Bau des Haus der Jugend und Schul-Erweiterungen

von
erstellt am 30.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Geschenke hatte er nicht dabei, nur Darlehen – trotzdem war Innenstaatssekretär Bernd Küpperbusch gestern ein gern gesehener Gast im Itzehoer Rathaus: Er überbrachte der Stadt rund 2,17 Millionen Euro an zinsgünstigen Darlehen aus dem Kommunalen Investitionsfonds. Mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Verzinsung von 1,85 Prozent jährlich seien die Konditionen deutlich besser als auf dem freien Finanzmarkt, betonte Küpperbusch. „Und das Schöne ist, dass die Stadt dadurch viel Sicherheit gewinnt.“

Er freue sich, „dass Itzehoe mal wieder etwas bekommt“, die Stadt könne es gebrauchen, sagte der Staatssekretär und war besonders angetan, weil der Löwenanteil des Geldes in „das wichtige Thema Jugend und Bildung“ investiert wird.

Eine Million des Darlehens fließt in den Neubau des Haus der Jugend an der Grunerstraße. „Wir arbeiten fleißig an dem Projekt“, betonte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Die Architekten seien bei der Planung, „es nimmt Formen an“. Das Gebäude werde noch verschoben, so dass es von der Straßenseite aus besser einsehbar wird, außerdem müsse verstärkt über den Lärmschutz nachgedacht werden. Doch Koeppen ist zuversichtlich, dass im vierten Quartal mit dem Bau begonnen werden kann.

Bei der Erweiterung und Ausstattung der naturwissenschaftlichen Fachräume einschließlich der Aufstockung des Erweiterungsbaus an der Gemeinschaftsschule Klosterhofschule hilft das Darlehen in Höhe von 600 000 Euro. Die naturwissenschaftlichen Räume werden auf den neuesten Stand gebracht, erklärte Koeppen. Indem die Räume in einer Aufstockung des Ganztagsbaus untergebracht werden, können die alten Fachräume in Klassenräume umgewandelt werden und so die Raumnot ein wenig lindern. „Die Schule platzt aus allen Nähten“, so Koeppen.

Eng ist es auch im Lehrerzimmer der Wolfgang-Borchert-Schule. Seit dort zwei Kollegien zusammengeführt wurden, „sitzen sie schon fast aufeinander“, beschrieb Koeppen die Raumnot. Eine Erweiterung soll die Lage entspannen, 200 000 Euro dafür gibt es aus dem Darlehen.

Weitere 371 000 Euro gibt es für den Stadtumbau-West. Die Umgestaltung der Schützen-, Kasernen- und Moltkestraße gehe selbstverständlich trotz der Explosion weiter, sagte Koeppen. Es trete im Bereich der Schützenstraße lediglich eine Verzögerung ein, zunächst gehe es in dem Bereich weiter, der nicht von dem Unglück betroffen war. Denn in der Schützenstraße müsse erst noch abgewartet werden, ob und welche Häuser abgerissen werden müssen. „Aber wir werden dem Viertel wieder auf die Beine helfen, auch wenn jetzt eine Verzögerung eingetreten ist.“

Koeppen freute sich über die zinsgünstigen Darlehen. „Das hilft uns wirklich sehr.“ Der Großteil des Geldes fließe in den Bereich Kinder und Jugend, der in der Stadt Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten sei.

„Das sind Maßnahmen, die wir gerne unterstützen“, betonte der Staatssekretär. Moderne Schulen, Einrichtungen für die Jugend und ein ansprechendes Stadtbild seien wichtige Bereiche der kommunalen Infrastruktur.


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