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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 03:13 Uhr

Finanzen: Dorf hat hohe Rücklagen

vom

Themen der Sitzung: Tagesmütter und Kindergarten

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Blomesche Wildnis | 3,20 Euro netto - 3,70 Euro brutto: So sollen künftig Tagesmütter pro Kind und Stunde entlohnt werden, wenn sie kleine Kinder betreuen. Der Kreis will dies einheitlich regeln, deshalb war die Kindertagespflege Thema auf der Sitzung der Gemeindevertreter der Blomeschen Wildnis. Die Gemeinden sollen einen Beitrag von 1,10 Euro pro Kind und Stunde leisten. Die Eltern zahlen den gleichen Betrag.

Hintergrund: Ab August müssen die Kommunen gesetzlich Möglichkeiten schaffen, um Kinder unter drei Jahren zu betreuen. In vielen Kindergärten wurden bereits Krippen geschafft. Doch der Kreis geht davon aus, dass 30 Prozent des Bedarfs über Tagesmütter geregelt werden muss.

Willi Kühl, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Horst-Herzhorn, erklärte das Ansinnen des Kreises in der Sitzung. "Es gibt nicht genügend Plätze für unter Dreijährige." Zu dem Bruttobetrag von 3,70 Euro sagte er: "Das erscheint niedrig."

Und Kühl warf die Frage auf: "Was passiert, wenn die Tagesmütter sagen, dass sie es für den Preis nicht machen?" Dann könnte es Schwierigkeiten geben.

Tagesmütter müssen vom Kreis Steinburg anerkannt sein und eine Zulassung haben. Zudem geschieht die Abrechnung über das neue Modell über den Kreis. Dass alle Gemeinden aufgefordert worden sind, bei der Kindertagespflege mitzumachen, ist neu. Vorher gab es Kommunen, die bereits Beiträge gezahlt haben. Bei der Blomeschen Wildnis lag der Zuschuss höher, bei 1,84 Euro. Die Politiker stimmten der neuen Regelung dann einstimmig zu.

Beschlossen wurde ebenfalls einstimmig, dass sich die Gemeinde am Bau des Herzhorner Kindergartens mit rund 75 000 Euro beteiligt. Bürgermeister Ernst-Günther Knudsen: "Der Kindergarten hat einen sehr guten Ruf, dort wird hervorragende Arbeit geleistet."

Stolz war der Bürgermeister, der seine letzte Sitzung leitete auf die Finanzen. "Wir haben über 740 000 Euro in der Rücklage und das obwohl viel getan wurde." Die Gemeinde hat für 2012 einen Überschuss an 87 000 Euro, dabei war ein Fehlbetrag von 126 000 Euro eingeplant. Durch mehr Gewerbesteuereinnahmen plus Einsparungen gab es das positive Ergebnis. Endbestand liquider Mittel zum Jahresende waren 740 464 Euro, erklärte Heike Hobbiesiefken, Kämmerin des Amtes Horst-Herzhorn.

Zudem wurden Schöffen ernannt. Es sind: Udo Mahn und Horst Erdreich sowie Jugendschöffin Rita Carstens.

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