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Dokumentarstreifen : Filmdreh an der Fähre Kronsnest

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Alfred Schildhauer und Klaus Karlau drehen Dokumentarfilm „Von Ufer zu Ufer – Fährmann hol över“

Seit 14 Jahren arbeiten sie bereits als Hobbyfilmer zusammen: Alfred Schildhauer (77) aus der Engelbrechtschen Wildnis und Klaus Karlau (77) aus Brokdorf. Zurzeit drehen sie für ihr neues Projekt in Kronsnest über die kleinste Fähre Deutschlands. Der Film wird den Titel „Von Ufer zu Ufer – Fährmann hol över“ tragen und im Herbst fertig gestellt werden.

Angefangen hat ihre Leidenschaft im Jahr 2000 mit dem Heimatfilm „Zwischen Stör und Krückau – Hier bin ick to Hus“. Da dieser Film von den Zuschauern mit großer Anerkennung aufgenommen wurde, folgten weitere Arbeiten über Menschen und Landschaften der Region. Im vergangenen Jahr wurde ein Film über den historischen Looft-Hof in Gehlensiel fertig. Alfred Schildhauer: „ Inzwischen habe ich zirka 50 Filme gedreht, die meisten zusammen mit Klaus Karlau. Dieses Hobby macht mir immer noch viel Freude und hält mich aktiv.“

Die Idee, einen Film über die Fähre Kronsnest zu machen, hatte Schildhauer bereits 2002. Aber es kamen immer andere Projekte dazwischen. Erst ein Jahr später nahmen sie Kontakt auf zu der Vorsitzenden des Fährvereins, Petra Sommer, auf. Bereits im Oktober wurden die ersten Aufnahmen beim Drachenfest an der Fähre abgedreht.

Als Koordinator vom Fährverein war stets Niels-Uwe Saß beteiligt, der die Aufnahmen über ein Jahr begleitet. Für ihn ist dieser Film etwas Besonderes, da zum ersten Mal auf diese Weise ein ganzes Jahr dokumentiert wird. „Es gibt bereits einen Film über die Anfangsgeschichte und die Wiedereröffnung der Fähre im Jahr 1993, der aber damit endet“, erklärt Saß. „Für das Fernsehen wurden an der Fähre im Laufe der Zeit auch schon zwölf Beiträge von NDR, SAT 1 und RTL produziert, die aber immer anlassbezogen waren und als kurze Spots gesendet wurden. Ich freue mich sehr, dass durch diesen Film die Arbeit des Fährvereins und der Fährbetrieb umfassend und zusammenhängend über ein ganzes Jahr dargestellt werden.“

Inzwischen haben Schildhauer und Karlau schon 15 Drehtage für diesen Film gearbeitet. Im Winter sind sie dazu zur Werft Hatecke nach Freiburg an der Elbe gefahren, wo die Fähre generalüberholt und der Unterboden ausgebessert wurde. Es folgten Aufnahmen bei der Jahresversammlung, dem Saisonstart am 1. Mai, den Arbeiten am Anleger und den Wartungsarbeiten am Fährkahn sowie ein Interview mit der Gründungsvorsitzenden des Fährvereins Hertha Harmjanz. Als filmische Besonderheit wurde auch eine historische Szene mit Achim Jabusch aus Hohenlockstedt eingebaut. Klaus Karlau: „Früher war die Überfahrt für Beamte und Angehörige des Militärs frei, heute müssen alle für das Wriggen über die Krückau bezahlen.“

Für jede schreibt Alfred Schildhauer ein Drehbuch für den Ablauf mit Skizzen für die Kameraeinstellungen. In der vergangenen Woche wurde ein Interview mit Niels-Uwe Saß auf der idyllischen Bank neben dem Bauwagen am Fähranleger gedreht. Saß berichtet davon, dass er als „Fährmeister“ für die Ausbildung, die Arbeitsverträge und den Dienstplan der insgesamt neun Fährleute zuständig ist. „In einer normalen Saison befördern wir zirka 7000 Gäste. Aus diesen Einnahmen kann der Fährbetrieb nicht Kosten deckend finanziert werden, wenn Reparaturen anstehen. Zwei neue Riemen – Paddel zum Wriggen – kosten 710 Euro und die Generalüberholung der Fähre im vorigen Winter konnte nur durch großzügige Sponsoren durchgeführt werden.“

Inzwischen ist Filmmaterial von über vier Stunden entstanden, aus denen ein Film mit einer Länge von 60 Minuten zusammengestellt werden soll. Alfred Schildhauer: „Das Schneiden und Vertonen wird etwa 200 Stunden dauern. Wir hoffen aber, dass der Film Weihnachten fertig ist und im neuen Jahr die Uraufführung im Fährhaus Spiekerhörn stattfinden kann.“ Der Film kann dann auch als DVD erworben werden.

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