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Dokumentarwerk : Filmabend über den Looftschen Hof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Alfred Schildhauer hat über ein denkmalgeschütztes Bauernhaus einen Dokumentarfilm gedreht. Auch Menschen aus der Nachbarschaft kommen zu Wort. Das Werk wird am Sonntag, 8. September, um 19 Uhr auf der Diele des Hauses gezeigt.

Seit Alfred Schildhauer aus der Engelbrechtschen Wildnis im Jahre 1964 seine erste Kamera geschenkt bekommen hat, dokumentiert er die norddeutsche Landschaft. Etliche Filme sind dabei entstanden. Sein neuestes Werk führte den Hobbyfilmer in den Herzhorner Ortsteil Gehlensiel. „Am Rande von Gehlensiel – der Looftsche Hof

heißt der aus einer rund dreimonatigen Arbeit entstandene 52 Minuten lange Film, der die Geschichte des Hofes und das Gemeindeleben in der kleinen Ortschaft zeigt.

Die Geschichte des Hofes geht zurück bis in Jahr 1756. Durch eine große Sturmflut, bei der ein großer Teil des Deiches zwischen Kollmar und Bielenberg brach, wurden zahlreiche Bauernhöfe zerstört. Auch ein Hof am Kehrweg fiel diesem Naturereignis zum Opfer. Mit Bauteilen dieser Hofanlage wurde das Gehöft in Gehlsensiel Nummer 10 später teilweise wieder aufgebaut. 1774 ist laut einer Inschrift am Ostgiebel das Geburtsjahr des Haupthauses. Jahrzehntelang wurde der Hof in Gehlensiel in drei Generationen von der Familie Magens bewirtschaftet. Peter Magens (1829-1870) war dabei gleichzeitig Deichgraf. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm die Familie Wohlert den Hof und führte ihn bis 1974. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten zusätzlich zahlreiche Flüchtlinge auf dem Hof. Von 1947 bis 1948 schrieb der Heimatdichter Ernst Behrens in der Sommerstube des Hofes seinen Roman „Am großen Strom“.

1975 übernahmen Ursula und Horst Looft (er starb 1988) die Hofanlage und setzten die Gebäude in langjähriger Arbeit instand. Die Raumstruktur und Ausstattung sowie das äußere Erscheinungsbild der bäuerlichen Kultur des 18. und 19. Jahrhundert sollte erhalten und wiederhergestellt werden. Das Anwesen besteht aus einem niederdeutschen 12-Fachhallenhaus, einer Scheune und einem rekonstruierten Backhaus. Bis heute setzen Ursula Looft und ihr Lebensgefährte Klaus Gremnitz diese Arbeit an dem denkmalgeschützten Haus fort.

„Die ersten Kontakte zur Familie Looft hatte ich im Jahre 1980, als ich durch die Filmarbeiten über die Kollmaraner Mühle auf das Anwesen in Gehlensiel aufmerksam gemacht wurde“, erklärt Alfred Schildhauer. Jetzt freut er sich, dass es durch die hervorragende Zusammenarbeit mit Ursula Looft und Klaus Gremnitz gelungen ist, die Geschichte des Hofes filmerisch aufzuarbeiten. Unterstützt wurde Schildhauer dabei wesentlich durch den Gehlensieler Herbert Frauen, der als Nachbar des Looftschen Hofes die Instandsetzung direkt miterlebt hat. Frauen ist der Sprecher des Filmes und hat auch dabei geholfen, Darsteller zu finden. Denn der Film „Am Rande von Gehlensiel - der Looftsche Hof“ dreht sich nicht allein um das Bauernhaus, sondern lässt auch die Dorfgemeinschaft mit Feuerwehr und Landfrauen zu Wort und ins Bild kommen.

Alfred Schildhauer, die Hofbesitzer und Herbert Frauen laden alle Interessierten zur Premiere des Filmes am Sonntag, 8. September, um 19 Uhr auf der Diele des Looftschen Hofes ein.

Mit dabei sind auch Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr, die mit Grillwurst und Getränken für das leibliche Wohl der Premierengäste sorgt. Als Kostenbeitrag wird ein Eintritt von drei Euro erhoben. Als Vorfilm wird der Streifen „Vom Garn zum Seil“, der die Geschichte der Reepschlägerei Gosau aus Hohenfelde-Glindesmoor betrachtet, gezeigt.

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