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Fähre : Film über die Fähre Kronsnest: „Von Ufer zu Ufer“ feiert Premiere

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Dokumentarfilm über die Fähre Kronsnest in Neuendorf wird am 15. März erstmals gezeigt. Saisonstart wieder traditionell am 1. Mai

Am 1. Mai startet die Fähre Kronsnest in ihre 23. Saison. Pünktlich zur Einstimmung auf das neue Fährjahr wird am Sonntag, 15. März, in der Neuendorfer Sporthalle der Dokumentarfilm „Von Ufer zu Ufer“ gezeigt, den das Hobbyfilmer-Duo Alfred Schildhauer (Engelbrechtschen Wildnis) und Klaus Karlau (Brokdorf) gedreht hat. Die beiden haben schon etliche Filme zusammen realisiert. Die Idee, einen Film über die Fähre Kronsnest zu machen, wurde bereits 2002 geboren. Ein Jahr später nahmen die Dokumentarfilmer Kontakt zur Fährvereins-Vorsitzenden Petra Sommer auf. Als Koordinator stand den beiden Fährmann Niels-Uwe Saß zur Seite, der die Aufnahmen über ein Jahr hinweg begleitete.

Nun soll das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Filmnachmittag beginnt um 14 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro pro Person. Karten gibt es ab sofort bei der Bäckerei Millahn in Neuendorf. Bevor der Film gezeigt wird, stimmen „De Fährlüüd“ die Gäste musikalisch ein. Passend zur Tageszeit werden Kaffee und Kuchen serviert. Beides kostet jeweils einen Euro. Interessierte können eine DVD-Kopie des Films am 15. März übrigens auch für zehn Euro erwerben.

Wer es nicht nach Neuendorf schafft, hat am 12. April im Kirchensaal in Seester eine zweite Chance. Dann wird die Veranstaltung auf der anderen Krückau-Seite ebenfalls ab 14 Uhr wiederholt.

Die Fähre Kronsnest ist Deutschlands kleinste handbetriebene Fähre und überquert zwischen Neuendorf und Seester die Krückau. Der hölzerne Fährkahn „Hol Över“ hat 1993 seinen Betrieb aufgenommen. Was eigentlich nicht ganz stimmt, denn bis 1968 war die Fähre bereits an gleicher Stelle im Dienst. Als sie jedoch Ende der 60er-Jahre nicht mehr rentabel war, folgte die Schließung. Bis sich 1992 der Trägerverein gründete, der für die Wiederflottmachung der Fähre sorgte. Gerade einmal sechs Personen (plus Fahrräder) haben auf der „Hol Över“ Platz.

Dass die kleine Fähre noch immer die Krückau befährt, ist maßgeblich dem Fährverein zu verdanken. Die Mitglieder haben nicht nur die „Hol Över“ wieder auf Hochglanz gebracht, sondern auch die Wege bis hinunter zum Flussbett und das Umfeld in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit hergerichtet. Heute nutzen rund 7000 Personen pro Saison die Möglichkeit, sich auf historischen Planken über die Krückau setzen zu lassen. Gut 40 Meter Wasser muss der Fährmann dabei wriggend mit einem so genannten „Riemen“ überbrücken. Wobei das Wriggen optisch dem Fahrstil eines Gondoliere ähnelt.

Weitere Informationen über die Fähre, den Fährverein sowie das Programm für 2015 gibt es im Internet auf der Homepage www.faehre-kronsnest.de.

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