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Doppelter Abschluss : FHW kooperiert mit Hochschule in China

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Studiengang als Exportschlager für Asien. Studentenaustausch geplant.

Studenten der Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide sollen künftig für ein Jahr nach China gehen und an der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) studieren. Im Gegenzug kommen chinesische Studenten an die Westküste. Ein einfacher Austausch ist dies nicht. Zum einen erhalten die Studenten einen doppelten Abschluss – den Master in Heide und den Master von der ZUST. Das Besondere an der Zusammenarbeit mit der ZUST ist jedoch, dass die FHW ihren Studiengang Management und Technik (MUT) nach China exportiert. 65 Studenten sollen in dem nach deutschem Vorbild aufgebauten Studiengang studieren – anfangs in der heimischen Sprache, den großen Teil aber auf Deutsch.

Bereits vor einem Jahr gründete die FHW zusammen mit der Fachhochschule Lübeck und der ZUST die Kommission des „Chinesisch-Deutschen Instituts für angewandte Ingenieurswissenschaften“ (CDAI). Die Gründung des Studiengangs MUT und gleichzeitig auch die Gründung des Studiengangs Bauingenieurwesen der FH Lübeck in China ist der erste Schritt dieser Kooperation, die von beiden Regierungen offiziell anerkannt wurde. Auch gemeinsame Forschungen seien geplant, erklärt FHW-Präsident Professor Dr. Hanno Kirsch dass sich daraus ergebende Potenzial.

Für die beiden Studiengänge wird ein deutscher Professor an der ZUST, die ungefähr 200 Kilometer von Shanghai entfernt liegt, fest eingestellt. Zu Blockveranstaltungen werden Professoren aus Heide und Lübeck nach Zhejiang fliegen. Finanziert wird dies über die chinesischen Hochschule und den Studenten. „Deutschland genießt in China einen guten Ruf“, betont Professor Dr. Joachim Litz, Präsident der FH Lübeck. Vor allem in das Bildungssystem hätten die Chinesen großes Vertrauen.

Ausgelöst durch das wirtschaftliche Wachstum Chinas spielt die Internationalisierung eine immer größere Rolle. Vor allem das Ausbildungssystem der Fachhochschule mit ihrem Praxisbezug sei in Chin beliebt, machte gestern bei einer Pressekonferenz Professor Dr. Gaoxiang Ye, Präsident der ZUST, deutlich. Er setzt sich dafür ein, dieses Ausbildungssystem in China einzuführen. Zunächst erhofft sich Ye, über die Kooperation die Qualität der Lehre zu verbessern. Denn der Bedarf an Ingenieuren ist in China groß.

Der Studiengang MUT sei besonders gut dafür geeignet, da er international ausgerichtet sei, erklärt Professor Dr. Stephan Hußmann. Für Studenten sie diese enge Kooperation besonders interessant, da in Zukunft auch internationale Forschungsprojekte möglich seien. Die Nachfrage nach dem Austausch ist bei den Studenten groß – sowohl in China als auch an der FHW. Aber nur die zehn Besten werden dafür zugelassen.

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