Probealarm : Feuerwehrleute im Kunstnebel

Manfred Boll drohte aus dem Fenster zu springen, um sich vor den Flammen zu retten.
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Manfred Boll drohte aus dem Fenster zu springen, um sich vor den Flammen zu retten.

Feuerwehren Nortorf und Wilster rücken zum Übungs-Großeinsatz aus. Einsatzmeldung: Wohnungsbrand.

shz.de von
25. Juni 2014, 05:00 Uhr

„Wohnhausbrand mit unklarer Lage in der Straße Schotten 34“, lautete die Einsatzmeldung, die am Montagabend zeitgleich über Funk bei den Feuerwehren Nortorf und Wilster einging. Bei der Alarmierung handelte es sich um einen geplanten Großalarm, der vom Wehrführer der Nortorfer Wehr Volker Nagel und vom stellvertretenden Wehrführer der Wilsteraner Wehr, Jan Auhage, ausgearbeitet worden war.

Am Einsatzort wurden die ausgerückten Wehren bereits erwartet. Ein Anwohner wies die eintreffenden Rettungskräfte vor Ort ein. Zeitgleich schrie eine Person an einem geöffneten Fenster im Obergeschoss des Hauses um Hilfe. Delegiert von Jörg Sühl, der die Einsatzleitung inne hatte, wurde die Person über eine Anlegeleiter aus dem Haus befreit, während zeitgleich die Wasserversorgung zu den nah gelegenen Wasserentnahmestellen aufgebaut wurde und sich die Atemschutzgeräteträger für eine Vermisstensuche im Gebäude bereit machten.

Nicht alle gestellten Aufgaben konnten so routiniert wie gewohnt abgearbeitet werden. Mit der Meldung über einen verunglückten Atemschutzgeräteträger und zwei Geräteträgern in Nöten wurden die ehrenamtlichen Brandbekämpfer vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Erfüllung der Zusatzaufgabe wurde nicht nur durch die zwei aufgestellten Nebelmaschinen erschwert, die für ein absolutes Null-Sicht-Szenario sorgten, sondern zusätzlich durch die enge und verwinkelte Bauweise des Hauses. „Die Atemschutzgeräteträger haben sehr gut zusammengearbeitet und die ihn gestellten Aufgaben trotz der erschwerten Bedingungen schnell gemeistert“, zeigte sich Jan Auhage mit der Leistung zufrieden.

Als eine kleine Herausforderung insbesondere für die Mitglieder der Feuerwehr Wilster war die Rettung von vier Kühen aus einem Stall gedacht. Doch auch diese Aufgabe wurde souverän gemeistert. Probleme bereitete den Wehren lediglich die Funkverbindung. Durch Störungen wurden nicht alle Funksprüche übertragen. „Die Ursachen hierfür werden wir in der Nachbearbeitung ausfindig machen“, so Auhage.




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