Feuerwehrhaus - zwei Dörfer feiern Einweihung

Die Feuerwehr Auufer/Wittenbergen erhielt ein neues Haus und ein neues Fahzeug.   Foto: Tietje-Räther
Die Feuerwehr Auufer/Wittenbergen erhielt ein neues Haus und ein neues Fahzeug. Foto: Tietje-Räther

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22. Dezember 2009, 04:59 Uhr

Auufer/Wittenbergen | Außergewöhnliches Ereignis für zwei kleine Gemeinden: Die gemeinsame Feuerwehr erhielt ein neues Gerätehaus und ein neues Fahrzeug. Gefeiert wurde dies unter großer Beteiligung der Bevölkerung sowie zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Vereinen ,Verbänden und befreundeten Wehren.

Was zunächst wie eine Riesenbescherung in Zeiten knapper Gemeindekassen anmutete, entpuppte sich nach den Worten von Architekt Volker Ballin als eine enorme Leistung der 40 aktiven Feuerwehrkameraden und zahlreicher freiwilliger Helfer. Bevor dazu vielfach gratuliert wurde, erinnerte ein Festzug mit dem Musikzug Lägerdorf auch die letzten Dorfbewohner an den denkwürdigen Termin. Einen Platz in den Dorfchroniken sicherte sich der Bau allein schon wegen seiner langen Planungszeit von drei Jahren. Hinzu kamen mittendrin der Wechsel beider Gemeinden vom seinerzeit neu zu gründenden Amt Kellinghusen zum Amt Breitenburg sowie das zähe, und letztendlich erfolgreiche Ringen um die Finanzen.

So etwas habe er noch nicht erlebt, zog Ballin rückblickend den Hut. Mit Schrecken hätten die Verantwortlichen auf die zunächst ermittelten Kosten von 265 000 Euro reagiert, erinnerte der Architekt. Als auch ein neues Grundstück mit günstigeren Gründungsbedingungen sowie ein abgespeckter Entwurf das Investitionsziel von 100 000 Euro noch weit übertraf, sei die Hoffnung zunächst gesunken, bevor das Zauberwort Eigenleistung das Projekt wieder in Schwung brachte. Für ihr neues Zuhause ließen Feuerwehrleute und freiwillige Helfer unzählige Stunden Freizeit sausen. Wohlwollen und Respekt gegenüber dem emsigen Geschehen "auf dem Bau" habe sich dann auch in so manch Bürgerspende ausgedrückt. Ballin wünschte viel Freude in der neuen Wirkungsstätte, deren rund 140 Quadratmeter Gesamtfläche auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden sollen.

In Doppelfunktion als Amtsvorsteher und Chef des Löschverbands gratulierte auch Jörgen Heuberger zu Haus und Fahrzeug. "In Sachen Feuerschutz ist das Amt Breitenburg gut aufgestellt", stellte Heuberger zufrieden fest. Der Wittenberger Bürgermeister Gerd Dammann gab den überreichten symbolischen Wagenschlüssel an Wehrführer Frank Körner weiter und dankte dem Löschverband. Die Solidargemeinschaft habe den rund 50 000 Euro teuren Ersatz für das ausgediente 30 Jahre alte Fahrzeug möglich gemacht. Dank sagte Dammann - wie auch Fritz Körner, Bürgermeisterkollege aus Auufer - außerdem den aktiven und passiven Feuerwehrleuten, allen Helfern, den Mitgliedern der gemeindlichen Baugremien, den beteiligten Behörden und nicht zuletzt den Frauen, die Kaffee und Kuchen und Frühstück auf den Bau brachten. "Jedem Willen geht eine Idee voraus", gratulierte der amtierende Landrat Dr. Heinz Seppmann. Im Falle des neuen Hauses habe außerdem viel Optimismus und ein leidenschaftliches Engagement zu einem beispielhaften Ergebnis geführt. Den Worten schloss sich Frank Lobitz als amtierender Amtswehrführer und Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands an. Sein Wunsch: Die Kameraden mögen von jedem Einsatz heil nach Hause kommen. Dies unterstrich Pastor Winfred Krech, der mit einem Gebet den Festakts beendete.

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