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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 22:44 Uhr

Übung : Feuerwehren proben Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Feuerwehren üben in der neuen Gasverdichterstation in Quarnstedt.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Donnerstag Abend, 18.58 Uhr: Feuerwehralarm in Quarnstedt. In der neu fertig gestellten Gasverdichterstation steigt dichter Qualm auf, ein Brand hat sich in einem Technikraum gebildet, zwei Personen werden vermisst. Aufgabe für die sofort alarmierte Feuerwehr: den Brand löschen, die vermissten Personen finden und aus den Flammen zu retten.

Noch fließt kein Gas in der Anlage der Firma Gasunie, aber um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, probten die Freiwilligen Feuerwehren aus Quarnstedt (federführend), Wrist und Kellinghusen in den frühen Abendstunden den Ernstfall an der Verdichterstation. „Wichtig ist für uns das Zusammenspiel und das Vertrautmachen mit den Verhältnissen vor Ort“, sagte Patrick Rusch, Sprecher vom Kreisfeuerwehrverband.

Kurz nach der Alarmierung waren 55 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen vor Ort – zwei aus Quarnstedt drei aus Kellinghusen und vier aus Wrist. Ein Einsatztrupp ging mit Wärmebildkamera in das Gebäude hinein, in dem sich dichter Qualm verbreiteteversehen und in dem es beinahe keine Sicht gab. Dort fanden die Helfer dank ihres technischen Geräts die beiden vermissten Personen, zwei präparierte Puppen. Der Lohn für die Mühen: Um 19.40 Uhr wurde „Feuer aus!“ gemeldet.

Der Sprecher der Gasunie, Dr. Philipp von Bergmann-Korn, war zufrieden mit dem Ergebnis der Feuerwehrübung. „Wir wollten das mit der Gemeinde und der Feuerwehr partnerschaftlich gemeinsam angehen. Und hinterher machen wir eine Bewertung für die Zukunft.“Wenn es allerdings an der Turbine brenne, komme nicht die Feuerwehr zum Einsatz. „Dann wird das Gas kontrolliert abgelassen. Aber es gibt genügend andere Gebäude auf dem Gelände, die überhitzen können.“

Bürgermeister Kurt Lindemann, der das Geschehen aus sicherer Entfernung aus Sicht der Gemeinde beobachtete, lobte: „Alle arbeiten ruhig, konzentriert und strukturiert.“ Und der sagte: Wir hoffen, dass so ein Ernstfall nie eintritt.“ Er habe einen guten Eindruck, was die Kommunikation der Wehren angehe und die Sicherheit der Einwohner anbelange. Zu bedenken gab er: „Wenn die Station in Betrieb ist, gibt es keine Zuwegung mehr über die Bergstraße.“

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