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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 05:22 Uhr

Feuerwehrauto bei Zollauktion ersteigert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 23.Aug.2015 | 13:13 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Oeschebüttel feierte gemeinsam mit den Dorfbewohnern die Übergabe ihres neuen Einsatzfahrzeuges und das 20-jährige Bestehen des Feuerwehrgerätehauses. Dabei übergab Bürgermeister Heiner Rickers symbolisch den Schlüssel für das Fahrzeug an Wehrführer Bernd Kahlki.

Dieser machte deutlich, dass das Fahrzeug – ein Mercedes U 1300 L Unimog, Baujahr 1984 – so neu gar nicht ist, sondern schon 30 Jahre auf dem Buckel hat. „Wir haben 2012 festgestellt, dass unser altes Fahrzeug nur noch Mängel hatte und Kosten verursachte“, so Kahlki. Da hatten sie die Idee, ein neues, gebrauchtes und geländegängiges Fahrzeug zu beschaffen. Im Januar 2015 wurde die Wehr bei einer Zollauktion auf das jetzige Fahrzeug aufmerksam, das in Rüthen im Sauerland versteigert wurde. Wolfgang Jestel, Jan Gripp und Bernd Kahlki fuhren die 400 Kilometer dorthin, besichtigten es, fuhren es Probe und befanden es für gut. „Wir hatten aber noch keine offizielle Erlaubnis durch die politischen Gremien“, so der Wehrführer. Diese sei ihnen aber per Anruf schnell und unbürokratisch erteilt worden. Am 24. Februar ersteigerten sie das Fahrzeug für 25  000 Euro.

Anschließend bastelten die Feuerwehrleute Tim Grüttner und Markus Kleff 250 Stunden lang daran herum: Sie nahmen es auseinander, setzten es wieder zusammen und lackierten es neu. „Es passt sogar in unser Feuerwehrgerätehaus“, sagt der Wehrführer. Und: „Wir waren gerade fertig, als auch schon der erste Alarm kam – eine Hecke hat gebrannt“, so Kahlki.

Den 50 Jahre alten Unimog 404 TLF 8/8 aus dem Jahre 1964, mit dem die Wehr bislang im Einsatz war, gibt sie nach 16 Jahren Dienst in Oeschebüttel ab. Bürgermeister Heiner Rickers: „Eine Interessengemeinschaft will ihn übernehmen, restaurieren und bei Oldtimertreffen vorführen.“

All dies scheint Eindruck zu machen. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass 27 von 175 Einwohnern, also rund 15 Prozent, bereits Mitglied der Wehr sind und freute sich, dass nun fünf weitere neue junge Feuerwehrleute aufgenommen werden konnten.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Pusch war sich sicher: „Damit werdet ihr alle Einsätze weiterhin leisten können.“ Ein Hebelwerkzeug, das sie gleich an Bord verstauen konnten, überreichte der Amtswehrführer und stellvertretende Wehrführer Oeschebüttels, Jan Gripp.

Zuvor wurde der Tag der offenen Tür mit Spiel und Spaß für Kinder, Kaffee und Kuchen sowie Vorträgen zur Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Oeschebüttel von Peter Krähenberg eingeleitet. Altbürgermeister Klaus Higgelke sprach zum Bau des Feuerwehrgerätehauses.

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