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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 04:27 Uhr

Aktionstag : Feuerwehr zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Feuerwehrleute aus Brunsbüttel-Ort sind mit ihrem Aktionstag zufrieden. Dieser diente zur Mitgliederwerbung. Viele Besucher nahmen die Möglichkeit wahr, sich einmal als Brandbekämpfer zu versuchen.

Die Besucher kamen nur zögerlich, dabei hatten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel-Ort für den ersten Mitmachtag mächtig ins Zeug gelegt. Unterstützung erfuhren die ehrenamtlichen Brandbekämpfer bei der Ausrichtung der Veranstaltung vom Bürgerverein Brunsbüttel-Ort sowie von dem ortsansässigen Sportverein und dem Feuerwehr-Spielmannszug Ostermoor. „Mitmachen statt Zuschauen“ lautete das Motto des Aktionstages rund um die Jakobuskirche. Dort lud die Freiwillige Feuerwehr die Besucher ein, das Feuerwehrwesen einmal hautnah zu erleben. Anders als bei einem Tag der offenen Tür gab es keine Vorführungen der Feuerwehrleute. Dieser Aktionstag diente vielmehr dazu, die Gäste an sämtliche Gerätschaften heranzuführen, mit denen der moderne Brandbekämpfer von heute umzugehen hat. Anfassen und ausprobieren waren ausdrücklich erlaubt.

Feuerlöscher, Feuerwehrschlauch, Hydrant und Verteiler zählen durchaus noch zu den Utensilien, mit deren Umgang der Feuerwehrmann und die Feuerwehrfrau vertraut sein müssen. Jedoch kommen aufgrund der technischen Entwicklung sowie des veränderten Aufgabenspektrums der Feuerwehr zunehmend auch andere Ausrüstungsgegenstände und Gerätschaften zum Einsatz. Vom schweren Atemschutzgerät, Wärmebildkamera über hydraulische Scheren und Spreizer bis hin zu moderner Kommunikationstechnik. Leif Battige (19), Knut Bock (61) und Rolf Harksen (50) zählten zu den ersten Freiwilligen, die sich bereit erklärt hatten, einen kleinen Parcours abzulaufen, bei dem unterschiedliche Einsatzszenarien nachgestellt wurden und sämtliche Gerätschaften zum Einsatz kamen. „Für mich war der Umgang mit der Hydraulikschere absolutes Neuland, aber hochinteressant“, sagte Rolf Harksen.

„Mit 51 aktiven Mitgliedern ist unsere Wehr derzeit noch recht gut aufgestellt“, so Ortswehrführer Michael Elies. Doch die Zukunftsaussichten sind nicht sehr rosig. „Die Altersstruktur wird sich in den nächsten 30 Jahren so ändern, dass wir hier kaum noch junge Leute haben werden“, unterstrich Gemeindewehrführer Bernd Meier. Eine frühzeitige Mitgliederakquise sei daher unumgänglich, waren sich die Wehrführer einig. Nach neuen Mitgliedern wird in allen Altersklassen gesucht. „Wer meint, als Mitglied in einer Feuerwehr hätte man keine Freizeit mehr, der irrt sich gewaltig“, stellten die Feuerwehrleute klar. Nach der Grundausbildung zum Truppmann, die jedes Feuerwehrmitglied durchlaufen muss, stehen im Monat lediglich zwischen einem und drei verpflichtende Termine auf dem Kalender. „Natürlich können auch deutlich mehr Stunden geleistet werden, das ist immer davon abhängig, wie Interesse und Engagement sind“, so Elies. Neben acht eigenen Einsätzen rückte die Freiwillige Feuerwehr Brunsbüttel Ort in diesem Jahr bislang sechs Mal zur Unterstützung anderer Wehren aus.

„Uns gefällt es richtig gut in der Wehr. Es besteht eine Kameradschaft, auf die man auch im Privatleben bauen kann“, betonten Annika Engels (19), Sabrina (21) und Jennifer Bielenberg (19). Die drei Feuerwehrfrauen werben mit einem markanten Slogan und einem großen Foto auf einem neuen Werbe-Anhänger um weibliche Mitglieder. Dieser wurde im Zuge des Aktionstages eingeweiht.

„Mit dem Verlauf der Veranstaltung sind wir alles in allem sehr zufrieden“, zog Ortswehrführer Michael Elies ein Fazit, nachdem im Tagesverlauf doch noch zahlreiche Interessierte gekommen waren. Ein neues Mitglied konnte vor Ort gewonnen werden, zwei weitere Besucher kündigten an, zunächst einmal in das Feuerwehrwesen hineinschnuppern zu wollen.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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