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Norddeutsche Rundschau

23. November 2017 | 17:59 Uhr

Helfer im Einsatz : Feuerwehr probt den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unfall mit Bus und drei Pkw: In Brunsbüttel gab es ein Schreckensszenario.

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2015 | 16:16 Uhr

Schreckensszenario Freitag Abend in der Straße zum Elbdeich: Ein Opel Corsa war frontal mit einem Schulbus (14 Kinder und Erwachsene) kollidiert. Auf den Bus fuhr ein weiterer Wagen auf, ein dritter Pkw, besetzt mit einer vierköpfigen Familie, kam dahinter ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung.

Vier Mal im Jahr fährt Brunsbüttels Wehr komplexe Übungslagen, wie sie jederzeit passieren können. Ausgedacht hat sich diese Übung Gruppenführer Hubert Heß von der Wehr Brunsbüttel-Ort. Einsatzleiter war Michael Elies (Wehrführer Brunsbüttel-Ort).

Der suchte erst einmal nach dem irgendwo versteckt am Bus sitzenden Knopf für die Notöffnung der Türen von außen. Den Knopf fand er hinter einem Scheibenwischer verbaut. Das ist von Modell zu Modell verschieben. Sowas muss man wissen. Elies hat es auf einem Lehrgang gelernt. Im Ernstfall würde man sich im Zweifel für die ,,billigste Scheibe“ entscheiden, sagte Elies in der Übungskritik zu diesem Punkt. Seine erste Aufgabe aber war die Lageeinschätzung.

Am Ende waren gut 50 der rund 80 Aktiven der Brunsbütteler Wehren vor Ort, dazu 13 DRK-Helfer und Axel von Schmettow als Leitender Notarzt. Als Beobachter zugegen Polizei-Hauptkommissar Rainer Barke und Franz-Werner Hentrey, stellvertretender Gemeindewehrführer. Der dokumentierte etwa, dass junge Feuerwehrleute eine Trage falsch handhabten. Es gilt: Niemand geht rückwärts beim Transport. Genau solche Fehler will man mit einer Übung aufdecken, damit im Ernstfall alles reibungslos läuft und kein Helfer zu Schaden kommt.

Im Ganzen aber lieferte die Brunsbütteler Wehr ein überzeugendes Bild ihr Leistungsfähigkeit ab. ,,Bei jedem Verletzten war ein Feuerwehrmann“, lobte von Schmettow – persönliche Ansprache ist für Verletzte, die auf ihre Rettung warten enorm wichtig. Ein Problem war die enge Straße. Die nachrückenden Kräfte stauten sich.

Mitglieder der Jugendwehr und der Ehrenabteilung wie etwa Karl-Heinz Kunze und Hans Nolte spielten die Opfer. Im dritten Pkw saßen vier Dummies, alle lebensgroß und schwer. Da kamen DRK und Feuerwehr beim Retten ins Schwitzen.

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