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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 21:54 Uhr

Ehrenamt : Feuerwehr jetzt ganz in Rot

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

88 neue Uniformen und Helme sollen den Rettern die Arbeit erleichtern

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 17:12 Uhr

Sie sind knallrot und nagelneu: 88 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe haben neue Einsatzkleidung bekommen. „Wir sind die ersten im Kreis, die jetzt solche roten Garnituren haben“, sagt Feuerwehr-Sprecher Julian Stüver. „Dadurch werden wir in Einsätzen noch besser gesehen.“ Auf dem Rücken prangt jetzt fest fixiert der Schriftzug „Feuerwehr Itzehoe“.

„Die neuen Jacken sind viel leichter und man schwitzt nicht so schnell in ihnen“, sagt Kevin Suck, der für das Foto nochmal sein altes Modell anlegt. „Sie sind ungewohnt, aber angenehm“, sagt sein Kamerad Alexander Netzow, der bereits die neue Jacke trägt.

Vor der Bestellung hatten einige Feuerwehrleute die Kleider getestet. Nun hat jeder ein Einzelstück. „Die Sachen sind individuell angefertigt worden, drei Mal war ein Vertreter der entsprechenden Firma hier und hat die Kameraden ausgemessen“, sagt Stüver. So konnten die Kleider individuell angepasst werden – etwa mit längeren Ärmeln oder Beinen. 800 bis 900 Euro kostet eine Garnitur. „Deshalb werden wir die restlichen 33 Kameraden auch erst im kommenden Jahr mit der neuen Einsatzkleidung ausstatten können“, so Stüver weiter. Im Frühjahr sollen die Maße genommen werden, zu den Sommerferien dann die neuen Garnituren eintreffen. „Die Zugführer haben entschieden, wer zuerst neue Sachen bekommt – das sind natürlich vor allem die Kameraden, die am häufigsten im Dienst und bei den Einsätzen dabei sind“, sagt Stüver.

Die neuen Jacken seien genauso feuerfest wie die Vorgängermodelle, hätten aber einige Extras. So hätten die Feuerwehrleute bislang bei Einsätzen immer ein Seil mit einem speziellen Knoten versehen müssen, um sich im Notfall selbst aus einem brennenden Haus retten zu können. Das sei aber selten nötig gewesen und hätte deswegen den Rettern immer wieder vermittelt werden müssen. „An der neuen Jacke haben wir eine spezielle Vorrichtung, so dass wir leicht einen Karabinerhaken befestigen können“, so Stüver.

Dazu hat die Wehr neue Helme bekommen, die im Nacken etwas kürzer sind. „Die sind viel leichter als die alten“, sagt Julian Stüver. Und sie hätten noch einen Vorteil: „Die alten hatten zwar einen Hörschutz, aber da hat man kaum mehr was verstanden. Bei den neuen hört man jedenfalls, wenn hinter einem ein Lastwagen vorbeirast.“

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