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Ehrenamt : „Feuerwehr darf nicht auf dem Schlauch stehen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreispräsident Peter Labendowiz lobt Einsatz der Brandbekämpfer im abgelaufenen Jahr– und er kündigt Investitionen für die Feuerwehren an.

„Wir sind stolz auf unsere Feuerwehren. Ihnen wird der Kreis Steinburg auch zukünftig ein verlässlicher Partner sein.“ Dieses Versprechen gab der Steinburger Kreispräsident Peter Labendowiz vor fast 200 Delegierten und Gästen auf der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Steinburg im Colosseum Wilster ab.

Labendowicz machte deutlich, dass sich die Aufgabenstellungen der Feuerwehr mit zunehmender Technisierung und Industrialisierung immer mehr gewandelt habe. Das Wachstum und die Vielfalt der Gefahrenpotenziale seien eine ständige Herausforderung, sich immer wieder neu auf Gefahrensituationen einzustellen. „Feuerwehren dürfen nicht auf dem Schlauch stehen.“ Vielmehr sei Schnelligkeit bei der Lösung schwieriger Probleme gefragt. Heute seien technische Hilfeleistung, Maßnahmen bei Unfällen mit Gefahrstoffen sowie Einsätze bei sonstigen Notfällen zunehmend gefragt. Dafür sei die erforderliche Ausrüstung von größter Bedeutung. Deshalb, so teilte der Kreispräsident mit, werde der Kreis in diesem Jahr ein Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehrbereitschaft sowie ein Mittleres Löschfahrzeug für den Löschzug Gefahrgut anschaffen und andere Fahrzeuge kostenaufwändig mit Digitalfunk und Satellitentelefon ausrüsten.

Neben dem Kreispräsidenten waren auch Landrat Torsten Wendt, Wilsters stellvertretender Bürgermeister Helmut Jacobs und weitere Vertreter aus Politik, Polizei, Nachbarkreisen und THW sowie Ehrenmitglieder erschienen. Feuerwehr-Seelsorger Lothar Volkelt fand ehrende Worte bei einem Gedenken der verstorbenen Feuerwehrkameraden und nannte stellvertretend den stellvertretenden Glückstädter Wehrführer Sven Ferk und den Marner Feuerwehrkameraden Stefan Diekmann, der bei einem Einsatz tödlich verunglückt war. Der Dithmarscher Kreiswehrführer Hans-Hermann Peters sprach seinen Dank aus an die Feuerwehren Itzehoe und Glückstadt für die aktive Unterstützung. Gemeinsam mit dem Marner Wehrführer Axel Wogatzke überreichte er den Ehrenteller des Kreises Dithmarschen an die Wehrführer Mark Bollhardt (Itzehoe) und Ties Tießen (Glückstadt). Nach weiteren Grußworten von Wilsters stellvertretendem Bürgermeister Helmut Jacobs und dem stellvertretenden Chef der Polizeidirektion Itzehoe, Kai Szimmuck trug Kreiswehrführer Frank Raether den Jahresbericht der Steinburger Brandschützer vor.

Demnach haben sich die Einsatzzahlen im vergangenen Jahr inklusive Nachbarschaftshilfe um 6,4 Prozent auf 1884 Einsätze erhöht. Der Kreiswehrführer machte einen deutlichen Rückgang bei den Notfalleinsätzen aus, während es eine steigende Tendenz bei den technischen Hilfeleistungen und bei Brandeinsätzen gab. Der Mitgliederbestand in den Einsatz- und Reserveabteilungen stieg um 22 auf 3365 in 102 Feuerwehren. Dank sagte Raether dem Kreis, den Städten und Gemeinden, die wieder umfangreiche Anschaffungen getätigt hätten, um ihrem gesetzlichen Auftrag im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes und der Technischen Hilfe gerecht zu werden. Nach den 125-Jahr-Feiern in vielen Gemeindewehren gehe nun auch der Kreisfeuerwehrverband diesem Jubiläumsfest entgegen. „Der Countdown läuft“, sagte Raether und fügte hinzu: „Am 15. Januar 2018 wollen wir gemeinsam feiern.“

Nach der Zustimmung zum Jahresabschluss 2015 mit einem Umsatz von fast 690  000 Euro, den Monika Denker-Hülsemann vortrug, und der Entlastung des Kreisvorstandes gab die Versammlung ihr Okay zur Haushaltssatzung 2016 mit Aufwendungen und Erträgen von rund 730  000 Euro. Bei den Wahlen galt es, Nachfolger für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Peter Happe (Itzehoe) und Sebastian Courvoisier (LZG) zu berufen. Zu neuen Beisitzern wurden der 53 Jahre alte Achim Netzow, stellvertretender Wehrführer in Itzehoe, und der 32-jährige Frederick Paulsen, Wehrführer in Mühlenbarbek, gewählt. Der 38-jährige Stefan Warias von der Feuerwehr Looft wurde nach sechsjähriger Amtszeit als Beisitzer bestätigt.

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