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Brandbekämpfung : Feuerwehr als Schnäppchenjäger

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit bis zu 20 Prozent Ersparnisse gegenüber Listenpreisen und einem Zuschuss von rund 40 Prozent hat der Kreisfeuerwehrverband eine Sammelbestellung auf den Weg gebracht. Jetzt sind die Wehren wieder auf dem modernsten Stand

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 11:36 Uhr

Alle Ausrüstungsgegenstände aus der großen Sammelbeschaffung 2015 „Technische Hilfe Kreisstandard“ sind an die beteiligten Feuerwehren ausgeliefert worden. „Der Kreisfeuerwehrverband Steinburg ist damit wieder einmal dem Wunsch der Gemeinden und den Forderungen der Rechnungshöfe und Prüfungsämtern nachgekommen“, so Kreiswehrführer Frank Raether. Neben verschiedenen Ausrüstungsgegenständen für die Verkehrssicherung und das Öffnen von Fahrzeugen bei schweren Verkehrsunfällen, wurden auch Stromerzeuger, Hydraulikaggregate, Rettungsscheren und Spreizer, sowie pneumatische Hebesätze beschafft. Besonders froh ist Oberbrandmeister Stefan Warias, der als Bereichsleiter für abwehrenden Brandschutz und technische Hilfe zuständig ist, das jetzt auch die Feuerwehr Kremperheide mit pneumatischen und hydraulischen Rettungsgeräten ausgestattet wurde. Einen pneumatischen Hebesatz gab es erstmals für die Feuerwehr Dammfleth. Warias: „Somit sind wir im Kreis Steinburg wieder ein Stück weitergekommen und haben die Abdeckung mit den erforderlichen Gerätschaften bei einer Unfallrettung erheblich verbessert.“

Das Projekt „Sammelbeschaffung Technische Hilfe“ wurde bereits 2014 gestartet. Das bisherige Gesamtvolumen der Ausschreibung betrug zusammen mehr als 230  000 Euro. Allein durch die Sammelbeschaffung konnten die teilnehmenden Feuerwehren schon rund 20 Prozent gegenüber dem Listenpreis einsparen. Hinzu kommt noch die Förderung von 40 Prozent aus Mitteln der Feuerschutzsteuer. „Dies ergibt eine weitere Einsparung von etwa 100  000 Euro für die beteiligten Feuerwehren beziehungsweise deren Gemeinden“, sagt Raether.

Hintergrund für das Sonderprojekt war die Ausstattung der 102 Freiwilligen Feuerwehren im Kreis. 24 von ihnen waren mit hydraulischem Rettungsgerät ausgestattet und decken so das Versorgungsgebiet ab. Eine optimale Abdeckung mit den so genannten Rettungsplattformen gab es allerdings nicht. Zudem waren Hydraulikscheren und -spreizer zum Teil nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik.

Einige Feuerwehren hatten von Übungen, aber auch Einsätzen berichtet, bei denen sie mit den vorhandenen Geräten nur schwer zum Erfolg kamen. Bei näherer Prüfung wurde festgestellt, dass elf Hydraulikaggregate, 16 Rettungsscheren und 18 Spreizer nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprachen. In einigen Fällen wäre es mit vorhandenem Gerät gar nicht mehr möglich gewesen, moderne Fahrzeuge zu öffnen.

Bei 13 Feuerwehren im Kreis bestand großer Handlungsbedarf. Und so beauftragte der Kreiswehrführer den zuständigen Fachwart Stefan Warias eine Arbeitsgruppe zu gründen, um ein Konzept für die zeitgemäße und zukunftsorientierte Ausstattung der Feuerwehren vorzulegen. Frank Raether führte Gespräche mit dem Kreis, um die Möglichkeiten der Sonderförderung aus Mitteln der Feuerschutzsteuer auszuloten. Mit Erfolg wie das Beschaffungsprojekt schon jetzt am Anfang des Abschlussjahres zeigt.

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