zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 11:15 Uhr

Feuerwache: Neubau auf dem Fußballplatz ?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt prüft Standort an Kastanienallee – Sportler besorgt

Die Feuerwache in der Hindenburgstraße muss modernisiert und erweitert werden. Die Pläne reifen seit geraumer Zeit. Aber: Sie sind teuer. Deshalb wird auch der komplette Neubau einer Feuerwache geprüft. Als Standort ist der Fußballplatz an der Kastanienallee, der Schützenplatz genannt wird, in den Blick geraten. Das kommt bei den Sportlern nicht gut an.

Eigentlich wollte Holger Pump, Leiter des Amtes für Bürgerdienste, im Hauptausschuss eine Machbarkeitsstudie präsentieren. Daraus wurde nichts: Der Unfall eines Mitarbeiters der beauftragten Firma hatte die Arbeit verzögert, der neue Termin ist die Dezember-Sitzung. Bisher gebe es nur die Ergebnisse einer kleinen Arbeitsgruppe, die sich damit befasste, ob auf dem Schützenplatz zum Beispiel Waldabstände und die vorgegebenen Hilfsfristen eingehalten werden können. „Das ist alles geprüft, danach wäre der Standort geeignet“, so Pump.

Das ist die Hindenburgstraße auch, aber die Liste der nötigen Projekte ist lang, vom Bau einer neuen Fahrzeughalle und eines Einsatz-Leitstandes bis zu einer zweiten Zufahrt über das frühere Supermarkt-Grundstück am Coriansberg. Und: „Alt und Neu zu verbinden, verursacht immer noch Extra-Kosten“, sagt Pump. Eine Schätzung Anfang 2013 kam auf eine Investition in Höhe von 3,15 Millionen Euro ohne Ausstattung. Doch als ein Ingenieurbüro genauer rechnete, wurden daraus deutlich mehr als fünf Millionen Euro. Das Ziel sei, die Kosten einzudämmen, erklärt der Amtsleiter. Deshalb läuft die Prüfung für den Schützenplatz.

„Wir stehen dem sehr offen gegenüber“, sagt Wehrführer Peter Happe. In jedem Fall habe es Charme, dass es ein Neubau werde. Gerd Freiwald als Vorsitzender des Sport-Club Itzehoe hat davon offiziell noch nichts gehört, kennt die Idee aber. „Geschockt“, so beschreibt er seine erste Reaktion. „Ich konnte das gar nicht glauben.“ Der SCI ist unmittelbar betroffen, denn nach der Fusion mit den Fußballern von den BSC Sportfreunden trainieren acht Mannschaften des Vereins auf dem Schützenplatz. Dieser sei auch wegen seines sehr guten Rasens der am meisten genutzte Fußballplatz in der Stadt, sagt Freiwald. „Es gibt derzeit kaum eine Ausweichmöglichkeit“, denn das Stadion werde für andere Sportarten genutzt. Die neue Fußballsparte des SCI finde die Idee „nicht witzig. Widerstand ist programmiert.“

Zunächst erwartet der SCI-Vorsitzende aber eine offizielle Information: „Erstmal muss man die genauen Pläne kennen.“ Die gibt es noch nicht – zur Hauptausschuss-Sitzung im Dezember soll das Bild klarer sein.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2015 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen