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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 02:45 Uhr

Itzehoe : Feuerwache auf dem Fußballfeld

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hauptausschuss entscheidet sich statt Sanierung für einen Neubau auf dem Schützenplatz an der Kastanienallee

von
erstellt am 09.Dez.2015 | 17:34 Uhr

„Neubau auf Ideal-Grundstück“ – der Titel der Präsentation gab die Richtung eindeutig vor. Und der Hauptausschuss folgte: Die Freiwillige Feuerwehr Itzehoe bekommt eine neue Wache auf dem Sportplatz in der Kastanienallee.

Der aktuelle Sitz in der Hindenburgstraße entspricht aus diversen Gründen nicht mehr den Anforderungen, zum Beispiel ist die Durchfahrt vom Hof für heutige Fahrzeuge zu niedrig (wir berichteten). Vor rund zwei Jahren fiel der Beschluss, die Wache umzubauen und zu erweitern. Heraus kam eine Haushaltsunterlage mit einem Volumen von 5,8 Millionen Euro. Die Suche nach einer Alternative begann, alle möglicherweise geeigneten Grundstücke der Stadt wurden geprüft. Die Wahl fiel auf den so genannten Schützenplatz: „Der Standort Kastanienallee ist einfach top“, sagte Manfred Unterkofler, Gutachter von der Firma Forplan, die die Stadt seit Jahren berät.

Denn die Hilfezeiten könnten von dort noch leichter eingehalten werden – in der Stadt, auch weiter als bisher über deren Grenzen hinaus. Ein weiterer Vorteil: Die Fläche sei zukunftsfähig, sie bietet Platz für eine Erweiterung der Fahrzeughalle, wenn diese nötig wird, wie Architekt Alexander von Canal zeigte. Der geforderte Abstand von 30 Metern zum Waldrand wird in seiner Skizze eingehalten, die Planung orientiert sich am Raumprogramm für die Hindenburgstraße.

Manches wurde dabei angepasst: „Die Organisation ist auf der grünen Wiese optimal zu planen“, sagte von Canal. Insbesondere soll es eine durchgehende Fahrzeughalle geben, in einen Teil davon wird das Obergeschoss hineingebaut – mit Schulungsräumen und Umkleiden, die von den Parkplätzen auf dem höheren Teil des Geländes direkt erreichbar sein sollen. Ob die Wache eine eigene Wäscherei und Tankstelle bekommt, wird noch geprüft.

Die Rettungsfahrzeuge sollen im gut einsehbaren Bereich direkt auf die Bundesstraße 77 fahren, eine Ampel könnte sinnvoll sein, so der Architekt. Die Kosten schätzte er auf 6,276 Millionen Euro – mehr als die andere Variante, aber in der Kastanienallee gebe es große Vorteile vom Tempo der Umsetzung bis zu den Folgekosten. In der Hindenburgstraße werde es zudem sehr schwierig, die Bauarbeiten und die Aufgaben der Feuerwehr zu koordinieren, sagte Wehrführer Peter Happe. Sein Urteil über die Neubaupläne: „Etwas Besseres kann uns nicht passieren.“

Leidtragende sind die Fußballer im Sport-Club Itzehoe, die mit Jugendteams auf dem Schützenplatz trainieren. Es gebe aber noch andere Sportplätze in der Stadt, die nicht voll ausgelastet seien, sagte Bürgermeister Andreas Koeppen. „Wir sind uns sicher, dass wir gemeinschaftlich mit dem Sport-Club eine Lösung hinbekommen.“ Um über eine Nachnutzung für die jetzige Wache zu reden, sei es zu früh. Aber Karl-Heinz Zander (Grüne) sah gute Chancen: „Ein absolutes Filetstück.“

Allein Hans Emil Lorenz (UWI) plädierte für den Umbau der jetzigen Feuerwache. Der Rest stimmte für den Neubau. Im Haushalt 2016 sollen für die Planung 600  000 Euro bereit gestellt werden. Darüber entscheidet am Freitag die Ratsversammlung.

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