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Vollalarm: : Feuer vernichtet Halle und vier Autos

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Großeinsatz der Feuerwehr Kellinghusen in der Mühlenbeker Straße. 35 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen.

Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Kellinghusen in der Nacht zu Sonnabend. Gegen 1.14 Uhr mussten die Feuerwehrleute in die Mühlenbeker Straße ausrücken. Eine aufmerksame Mitbürgerin hatte den Notruf gewählt und auch den Besitzer informiert, dass auf dem hinteren Geländeteil seines dortigen Taxiunternehmens ein heftiger Feuerschein zu sehen sei.

Schon bei der Anfahrt ließ der glutrot gefärbte Himmel auf einen Großbrand schließen. Sofort wurde die Alarmstufe auf Vollalarm für alle Brandschützer erhöht. Vor Ort erkundeten die Feuerwehrleute um den Einsatzleiter Hans-Hermann Kautz umgehend die Lage. An einen Acker grenzend, stand eine Halle mit vier Autos, einem Anhänger, Reifen, Felgen und gelagertem Kaminholz im Vollbrand. Nur zehn Meter entfernt davon hatte ein hölzernes Gartenhaus an einer Seite bereits Feuer gefangen.

Umgehend wurden unter Atemschutz die ersten Leitungen aus den Tanklöschfahrzeugen dorthin vorgenommen, während gleichzeitig die Wasserversorgung aus zwei in der Nähe befindlichen Hydranten sichergestellt wurde. Mit dem gesamten Personal – 35 Leute waren im Einsatz – und allen Fahrzeugen der Kellinghusener Wehr wurde ein umfassender Angriff auf die brennenden Gebäude vorgenommen. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Fahrzeuge und Gebäude konnte verhindert werden.

Mit vier Strahlrohren wurde das Feuer bekämpft. Gespeist von Notstromaggregaten tauchten etliche Scheinwerfern die Einsatzstelle in ein taghelles Szenario. Immer wieder wurde die Wärmebildkamera benutzt, um besonders im hölzernen Gartenhaus versteckte Brandnester aufzuspüren. Als die Dachkonstruktion der Halle zusammenbrach, begruben die großen Wellblechplatten des Daches die noch brennenden Autos, sodass sie erst mühselig entfernt werden mussten, um die Fahrzeuge letztlich mit Schaum löschen zu können.

Über drei Stunden waren die Brandbekämpfer im Einsatz. Unterstützt wurden sie von einem Rettungswagen, der Polizei und dem Notfallseelsorger. Auch Jan Gripp von der Amtswehrführung machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Gegen vier Uhr wurde die Technische Kreisfeuerwehr Zentrale mit ihrem Logistikfahrzeug zur Einsatzstelle beordert, um etliche Schlauchlängen und verbrauchte Atemluftflaschen zu tauschen.

Vorteilhaft beim Einsatz war die Wettersituation, denn bei 4 Grad Celsius whte nur ein schwacher Wind aus Süd, der die Rauchwolken schnell aufsteigen ließ, so dass angrenzende Stadtteile kaum davon betroffen waren.

Gegen 7 Uhr in der Frühe mussten die Feuerwehrleute noch einmal zum Brandort, da kleinere Brandnester wieder aufgeflackert waren und mit Schaum endgültig erstickt werden mussten. Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden. Ob eine Brandstiftung ursächlich für dieses Großfeuer war, werden kommende Ermittlungen der Kriminalpolizei zeigen.

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