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ÜBUNG : Feuer und Unfall: Wehr zeigt ihr Können

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gelungene Jahresübung der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe in und vor der Laurentius Senioren-Residenz.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Großalarm bei der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe: In der Laurentius Senioren-Residenz in der Bahnhofstraße gibt es einen Kellerbrand mit mehreren eingeschlossenen Personen im Vorder- und Hinterhaus. Zudem hat ein Autofahrer, der den Brand gesehen hat, einen Unfall verursacht, bei dem sein Fahrzeug auf das Dach gekippt ist.

Dieses Szenario haben Mark Bollhardt, Bernd Hoeft und Holger Klein für ihre Kameraden ausgearbeitet. Rund 70 Feuerwehrleute nehmen an der Jahresübung teil. Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht. „Wir zeigen den Mitbürgern was wir übers Jahr gemacht haben“, erklärt Mark Bollhardt. Die verletzten und vermissten Personen werden von der Jugendfeuerwehr gespielt.

Am Straßenrand verfolgt Melanie von Alkier das Geschehen. „Ich finde, die machen das richtig gut. Sie strahlen Ruhe aus trotz der Zuschauer und konzentrieren sich auf ihre Arbeit.“ Auch Uwe Becker, der seine 99-jährige Freundin Anne Vogel besucht, ist angetan: „Aufgrund der Enge der Straße ist es kompliziert – die haben ja kaum Spielraum.“ Besonders die jungen Feuerwehrleute bewundere er. „Über die Jugend wird oft schlecht gesprochen, aber hier sind die mit solchem Ehrgeiz dabei. Ich finde das phänomenal. Es ist eine tolle Aktion.“

Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen ist ohnehin von der Leistung „seiner“ Feuerwehr überzeugt. „Hier haben sie die Möglichkeit ihre ganze Technik auszuprobieren“, sagt er. Nach rund 30 Minuten ist der Brand gelöscht und die Verletzten sind gerettet.

Mark Bollhardt ist insgesamt zufrieden: „Es ist gut gelaufen.“ Der Verkehrsunfall habe eine übersichtliche Situation dargestellt. Schwieriger sei die Lage im verrauchten Keller gewesen. „Durch die Verrauchung im Keller haben wir an mehreren Stellen suchen und retten müssen“, erklärt Wehrführer Peter Happe. Das Gebäude sei dazu noch sehr verwinkelt, man brauche dann Zeit, um sich zu orientieren. Hinzu komme, dass man viele Atemschutzträger brauche, die man im Ernstfall bei anderen Wehren angefordert hätte. „Wir hätten es uns schon etwas schneller gewünscht“, sagt er. „Aber das ist natürlich auch der Übung geschuldet.“



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