Feuerwehr : Feuer in der heißen Wäscherei

Ein Mitarbeiter der Wäscherei erlitt bei dem angenommenen Brand eine Rauchvergiftung. Zwei Mitglieder der Werksfeuerwehr schieben ihn auf seinem Bürostuhl aus dem Gefahrenbereich.
Foto:
1 von 3
Ein Mitarbeiter der Wäscherei erlitt bei dem angenommenen Brand eine Rauchvergiftung. Zwei Mitglieder der Werksfeuerwehr schieben ihn auf seinem Bürostuhl aus dem Gefahrenbereich.

Übung von Werkswehr und freiwilliger Wehr im Kernkraftwerk

von
09. Oktober 2014, 11:45 Uhr

„Wo bleiben denn die Brunsbütteler Kameraden?“ „Die kommen später.“ Ungewöhnlicher Auftakt zu einer gemeinsamen Einsatzübung von Werksfeuerwehr des Kernkraftwerks und Freiwilliger Feuerwehr Brunsbüttel. Den Hintergrund für die verzögerte Anfahrt der ehrenamtlichen Brandschützer bilden am Dienstagabend ein qualmender Stromkasten am Borsweg und ein umgestürzter Baum in der Schleswiger Straße. Dann erreicht auch die Löschtruppe um Gemeindewehrführer Bernd Meier das Kernkraftwerk. Dort ist, so das Szenario, ein Feuer in der so genannten heißen Wäscherei ausgebrochen, ein Mitarbeiter wird vermisst.

Diese spezielle Wäscherei, in der Arbeitskleidung von im Kraftwerk beschäftigten Mitarbeitern gewaschen auf Strahlenbelastung überprüft wird, bietet einen ungewöhnlichen Einsatzort. Zwar werden die Feuerwehrleute aus der Stadt nur für die Übung mit Dosimetern versehen, doch tatsächlich gilt dieser Kontrollbereich noch als strahlungsfrei.

Der zweiköpfige Erkundungstrupp der Werkswehr, den Einsatzleiter Peter Voss auf den Weg schickt, entdeckt den Vermissten recht schnell und schiebt den mächtig hustenden Mann auf seinem Bürostuhl in den Sanitätsraum. Dort soll er dem Rettungsdienst übergeben werden. Die beiden Feuerwehrleute machen sich derweil an die Brandbekämpfung.

Die Brunsbütteler Wehr wird dennoch benötigt, zumindest als Unterstützung, denn sie tritt mit 25 Mann deutlich stärker an als die fünfköpfige Staffel der Werkswehr. Vor allem, so deren Leiter Olaf Gripp, bringe sie die umfangreichere Ausrüstung mit, unter anderem die Drehleiter. Die könnte im Ernstfall nötig sein: Die heiße Wäscherei liegt in 28 Metern Höhe.

Am Ende sind sowohl Gripp als auch Bernd Meier zufrieden mit den Abläufen, obwohl es an einigen Stellen hakte. Aber auch das sei Inhalt der gemeinsamen Übung, sind sich Meier und Gripp einig: Schwachstellen finden und beseitigen.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen