Bauernhof in Gudendorf : Feuer im Kreis Dithmarschen legt Marschbahn lahm

In der Scheune lagerten Heu- und Strohballen.

In der Scheune lagerten Heu- und Strohballen.

Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Strecke Hamburg-Westerland am späten Abend gesperrt werden.

shz.de von
12. Juni 2018, 07:30 Uhr

Gudendorf | Zu einem Großbrand kam es in der Nacht zu Dienstag in Gudendorf (Kreis Dithmarschen). Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen brannte eine Scheune komplett aus. Weil direkt angrenzend weitere Gebäude standen, löste die Leitstelle Großalarm aus, sodass die Wehren aus Gudendorf, Windbergen, Elpersbüttel, St. Michaelisdonn und Brunsbüttel mit der Drehleiter ausrückten. „Insgesamt waren rund 60 Kräften im Einsatz“, sagte Ole Kröger, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Dithmarschen.

Als die Wehren im Stapelsweg in Gudendorf eintrafen, stand die rund 800 Quadratmeter große Halle bereits lichterloh in Flammen. In der Halle selbst lagerten Stroh- und Heuballen. Erschwerend kam für die Feuerwehrleute hinzu, dass sie eine zusätzliche Wasserversorgung aufbauen mussten. Die Halle lag rund 150 Meter weit vom Hydranten und einer offenen Wasserstelle entfernt.

Um an die Glutnester hinter den Blechwänden des Schuppens zu kommen, wurde ein Bagger angefordert, der Wände und Dach einriss. Fünf Kälber aus dem angrenzenden Nachbarstall haben Feuerwehrleute frühzeitig auf eine Weide bringen können. Verletzt wurde keines der Tiere und auch Personen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden. Der Besitzer befand sich zum Zeitpunkt des Feuers bereits im Bett.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung ließ die Feuerwehr die Bahnstrecke Hamburg-Westerland ab 23.30 Uhr komplett sperren. Dadurch war für den letzten Zug des Tages nach Husum bereits in St. Michaelisdonn Endstation. Die Fahrgäste wurden mit einem Bus zu den Bahnhöfen und bis nach Husum gefahren. Zur Ursache des Feuers und zur Schadenshöhe gab es bislang keine Aussagen.

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