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Spiel ohne grenzen : Feucht-fröhliches Fest in Borsfleth

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Regen macht „Spiel ohne Grenzen“ zur nassen Herausforderung / Festumzug mit Luftballonaufstieg fiel ins Wasser

Zumindest waren gestern Vormittag die Temperaturen moderat, als sich das aus Kristian (17), Tristan (16), Michel (16) und dem „Wasserträger“ Philip bestehende „Team der Blondinen“ anschickte, mit Finger, Knie, Stirn oder Nase eine löchrige Wassersäule zu stopfen. Für die leider nicht ganz so zahlreich zum „Spiel ohne Grenzen“ erschienenen Besucher war es eine Mega-Gaudi. Für das Quartett am Ende eine pitschnasse Herausforderung. Wie auch für viele Borsflether und den rührigen Verein „Aktiv für Borsfleth“ am Sonnabend.

Die Kinderspiele kamen gerade noch so über die Runden, als sich der dunkle Himmel öffnete und es anschließend über zwei Stunden zeitweilig in Strömen regnete. Deshalb sagten Thekla Bratzke und Henning Ockels den zum Silberjubiläum des Vereins geplanten obligatorischen Festumzug durch das Dorf mit anschließendem Luftballonaufstieg am Kesseldeich ab. Stattdessen schickten die Kinder nach der Siegerehrung ihre Luftballons bei Regen am Gemeindehaus auf eine beschwerliche Reise. Grund: Die am Band befestigten Karten mit den Namen der Teilnehmer waren im Nu nass und holten einige Ballons viel zu früh wieder vom Himmel. Zum Glück klarte dann gegen 14 Uhr der Himmel auf.

Insbesondere Kinder kamen bei dem Programm voll auf ihre Kosten. So konnte man dank Zuschuss durch den Verein für zwei Euro drei Runden im Kinderkarussell drehen und ein Ausritt auf „Yogi“ oder „Beauty“ kostete nichts. Andrang herrschte wieder am Start der Feuerwehrrundfahrten, während im kleinen Festzelt Rolf Lindhorst als „Käpt’n Graubart“ ständig jüngere Gäste um sich scharte. Die Erwachsenen versuchten ihr Glück beim Verdrehen von Gemüsekisten oder einigen Herzhorner Kringeln. Am Abend hieß es im Zelt „Partystimmung bei freiem Eintritt“. Zur Live-Musik von Andreas Nier feierten viele Borsflether, aber auch Freunde aus dem Umland bis weit nach Mitternacht.

Der Sonntag begann wie der Vortag: Es regnete und der Verein dachte wieder an Abbruch. Doch dann klarte der Himmel auf und dem von der Feuerwehr Borsfleth initiierten „Spiel ohne Grenzen“ stand nichts mehr im Wege. Acht Stationen mussten die fünf Mannschaften durchlaufen. Die Teilnehmer warfen sich mächtig ins Zeug und ertrugen dabei an einer Spielstation sogar tapfer den Gestank der norwegischen Gammelfisch-Spezialität Surströmming. Diesen hatte sich Florian Heesch (36) von der Feuerwehr Borsfleth eigens für 25 Euro vom Hersteller schicken lassen. Die Aufgabe bestand darin, dass die Mannschaften mit verbundenen Augen den Geruch von Zitronen, Essig, Stinke-Käse oder eben Surströmming erraten mussten. Einige Meter weiter versuchte währenddessen „Die Promille-Gang“, mit Hilfe einer Wasserpistole einen Ping-Pong-Ball über gefüllte Wassergläser zu befördern. Der Bau einer Strohballen-Pyramide, einige Geschicklichkeitsspiele sowie die Erste Hilfe Station waren dann eher von ruhigerer Natur. Dafür wurde Teilnehmern nebenan auf Zeit sportliche Fitness abverlangt. Nichts für schwache Nerven war schließlich ein Ratespiel, wo Teilnehmer merkwürdige, unter einer Sichtschutzfolie liegende Gegenstände ertasten sollten. Hierbei handelte es sich um einen gekochten Blumenkohl, zweei geräucherte Forellen, Wallnüsse und Wackelpudding sowie um gekochte Spaghetti. Gestern Nachmittag zog der Verein „Aktiv für Borsfleth“ trotz aller Wetter-Widrigkeiten eine positive Bilanz des Dorffestes.

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