Habitat-Event : Festival mit Öko-Toiletten

Organisatoren des Habitat-Festivals: Manès Skischally (links) und Andreas Michaelsen.
1 von 2
Organisatoren des Habitat-Festivals: Manès Skischally (links) und Andreas Michaelsen.

3500 Besucher beim Habitat-Event auf dem Hungrigen Wolf in Hohenlockstedt.

shz.de von
20. Juli 2015, 12:00 Uhr

Das „Habitat-Festival“ am Hungrigen Wolf bot am Wochenende drei Tage voller elektronischer Musik. Zum zweiten Mal verwandelten mehr als 3500 Besucher das große Gelände in eine einzige Partyzone. Veranstaltet wurde das Event von Manès Skischally und Andreas Michaelsen, die in Kiel das „Detail – Kultur- und Kreativ Zentrum“ betreiben. Sie sorgten dafür, dass das Festival wieder zum Habitat ( Lebensraum) für Elektro-Fans und Nachtschwärmer wurde. „Nach einem dreiviertel Jahr Planungsphase haben wir es mit 50 Helfern zwei Wochen lang hergerichtet“, schilderte Manés Skischally.

Ab Freitag gab es drei Tage und zwei Nächte eine musikalische Vielfalt. Zu hören waren 114 Musik-Acts. Auf sechs Bühnen zelebrierten die DJs aus den Bereichen House & Techno, Minimal, Ambient, aber auch Krautdisco, Dub und Hot Groove sowie Drum'n'Bass und Trap ihre Musik. Unter anderem die DJs und Künstler „Umami“, „Monolink“, „Satori“ und Into Lala performten ihre Shows mit Live-Einlagen beispielsweise zur E-Gitarre, „Monolink“ auch noch in Verkleidung mit einer roten Federmaske. Weitere DJs wie Peer Kusiv, Kant, Sven Dohse oder Madmotormiquel unterzogen das Gelände einer dreitägigen Dauerbeschallung. Hoola-Hoop-Workshop und eine Vinyl-Auktion rundeten das vielfältige Angebot ab. Und durch den Einsatz von Licht und Lichtshows wurde die Veranstaltung zu zwei Festivals – eines bei Tag und ein optisch ganz anderes bei Nacht.

Das Festival folgte einem ökologischen Aspekt der Nachhaltigkeit. „An den Ständen verzichteten wir auf Fleisch, das Essen ist vegetarisch und vegan“, schilderte Manés. Per Pedale wurden ein Fahrradkino und eine Handyaufladestation betrieben, die Toiletten waren Öko-Toiletten ohne Chemie, dafür aber mit Kompost.

Begeistert waren die Besucher, wie etwa Anton Scharf (25) aus Itzehoe, der mit acht Freunden da war. „Es ist ein super Festival, besser und größer als im vergangenen Jahr“, sagte er. Lediglich die einspurig auf das Gelände geführte Autoschlange störte ihn. „Durch den Stau habe ich meinen Lieblingsact ,Into Lala' leider verpasst. Vielleicht kann man das im nächsten Jahr zweispurig machen“, schlug er vor. Ann-Kathrin Othmer (26) aus Itzehoe fand: „Es ist ein kleines Festival, das mit viel Herzblut gemacht ist.“ Auch Lotta und Pauline aus Kiel waren begeistert. „Die Atmosphäre auf dem Campingplatz ist immens schön“, sagte Lotta. „Das Festival ist kreativ und bunt“, so Pauline.

Mit dem Wetter haben wir Glück gehabt. Wir sind zufrieden, es verlief alles friedlich“, so das Fazit von Manés, der auch schon aufs kommende Jahr voraus blickte. „Das Gelände ist ein idealer Standort mit guter Infrastruktur, und auch die Zusammenarbeit mit Polizei und Behörden hat gut geklappt. Wir würden es im kommenden Jahr gerne wieder machen.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen