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Sørdfest in Landscheide : Festival-Macher ändern ihr Konzept

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zum dritten Mal fand das Sørdfest in Flethsee statt. Nachdem das Wetter die Besucherzahlen verhagelt hat, soll es künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Die Stürme wurden an den zwei Tagen vor allem musikalisch entfacht: Bands und Besucher machten am Wochenende das „3. Sørdfest 2017“ in der Wilstermarsch zwar zu einem Erfolg – nur die Besucherzahlen und das Wetter ließen einmal mehr zu wünschen übrig. Und das hat auch Auswirkung auf das Fortbestehen des Festivals.

Von Anfang an: Beinahe hätte das kleine, gemütliche Open Air ohne Bühne dagestanden, wie der Organisator und Vorsitzende des ausrichtenden „Sördlich Kulturvereins“, Marco Frauen, schilderte. Denn der Bühnenverleiher hatte ihm kurz vorher eröffnet, dass die Bühne ohne Dach sei. Das war den Veranstaltern bei der darauf befindlichen Technik im hohen Wert dann aber doch zu gefährlich – und sie suchten sich kurzfristig einen neuen Verleiher. Den fanden sie in Detlef Stern aus Breitenburg/Nordoe, der ihnen innerhalb kürzester Zeit die Bühne auf das Gelände stellte, die sie sich wünschten.

Die dafür nötigen zwei Ballast-Tanks mit jeweils 1000 Litern Wasser lieferte die örtliche Feuerwehr. „Da sind wir gleich mehrfach an einem Tag gerettet worden“, freute sich Marco Frauen. So kamen die Fans und Freunde regionaler Bands doch noch auf ihre Kosten – die „Sørdheads“ hatten also allen Grund zum Jubeln.

Aber nicht nur deswegen. Auch die große Mühe, die die Organisatoren in das Festival gesteckt hatten, und die gebotene Vielfalt an Stilen machten es den Zuhörern leicht, zwei Abende lang den Metal zu feiern. Das ausgewogen-vielfältige Line-Up bot für jeden Besucher etwas – von reinstem Metal über Deutschrock und die Richtung Nu-Metal bis hin zu Crossover und Coverbands waren alle Stile vertreten. Als die ersten Gruppen „Dine a Sauce“ aus Heide mit Rock/Alternative, „We Drown Poseidon“ aus Hamburg mit Metal, „Abgrundtief“ aus Brunsbüttel sowie „Deichrock“ und „Firth of Drangiss“ aus Kiel mit Power Metal das Festival eröffnet hatten, versammelten sich schon die Zuhörer vor der Bühne – und moshten ordentlich mit.

Headliner unter Gleichen waren am Freitag die Veranstalter selbst, die Band „Sørdlich“ aus Flethsee, die das Publikum mit ihrem Deutschrock eineinhalb Stunden lang auf Trab hielt. Seinen großen Auftritt hatte hier Ryan Frauen: Der 13-jährige Sohn des Organisators, der bei zwei Songs an den Trommeln der Band sitzen durfte – und seinen Mitmusikern sowie den Fans mit seinem schon ausgefeilten Spiel ganz schön Zunder machte.

Am Sonnabend trübte dann der Regen das Festival. Trotzdem leisteten die Bands „Paranoid Pictures“ mit ihrem wilden Grunge, die deutschsprachige Metalband „Rohbau“, die Hardrocker „S.I.B.“ sowie die Hard-/Heavy-Rock-Band „Iron X“ (alle aus Hamburg) die Vorarbeit, bis dann das Nu-Metal-Monster „Brazing Bull“ aus Itzehoe als zweiter Headliner auf die Bühne kam und mit einem Power-Programm ordentlich abräumte. Die All-In-Rock-Band „Burning Fuse“ aus Lehe in Dithmarschen rundete das Bild mit ihrer Abschlussshow ab. Im sozialen Netzwerk informierte ein Livestream übrigens vom Aufbau über die Konzerte der beiden Tage bis hin zum Abbau.

Lediglich die letztlich doch etwas dürftigen Zuschauerzahlen ließen die Veranstalter am Ende zum Schluss kommen, das Festival in Zukunft nur noch alle zwei Jahre auf die Beine zu stellen. Das Jahr des Aussetzens wollen sie dann nutzen, um die nötigen Gelder und Sponsoren zu finden, die nötig sind. So bedauerte Marco Frauen: „Im kommenden Jahr wird es wohl erst einmal kein Sørdfest mehr geben.“

>Kontakt zum Verein: Per E-Mail unter soerdfest.kulturverein@gmail.com und unter soerdfest-open-air.de.tl

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