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In der Kartoffelhalle : Festival auf dem Weg zum Kultstatus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenlockstedter Water-Tower-Festival mit 600 Besuchern erstmals ausverkauft. Die Müncher Killerpilze begeistern ihr Publikum. Auch viele lokale Größen mit von der Partie.

Schon vor dem Auftritt gab’s kein Halten mehr: Als der Headliner, die „Killerpilze“ aus München, die Bühne betraten, flogen die Arme in die Luft, drängelte sich das junge Publikum auf die Plätze in der ersten Reihe. Als nun das Water-Tower-Festival in Hohenlockstedt in seine vierte Runde ging, stand der neue Rekord bereits fest: Erstmals war das Event in der Kartoffelhalle der Firma Pohl-Boskamp mit mehr als 600 Besuchern ausverkauft.

Veranstaltet vom Kinder- und Jugendparlament Hohenlockstedt, haben acht Mitglieder und zahlreiche freiwillige Helfer wie etwa von der Feuerwehr auf- und abgebaut. Schirmherr Bürgermeister Jürgen Kirsten sagte in seiner Begrüßungsrede, „Ich freue mich, dass es Jugendliche gibt, die Spaß an der Musik haben und und finde, dass sie rocken sollen.“

Am Schäferweg 25 waren die Zuhörer besonders auf den Headliner gespannt, die Band „Killerpilze“. Die wehrten sich zunächst einmal gegen die irrtümlich verbreitete Meldung, jemals als Vorband von „Tokyo Hotel“ aufgetreten zu sein. Trotzdem waren sie zwölf Stunden lang 1200 Kilometer gefahren, um in Hohenlockstedt spielen zu können. In ihrem eineinhalbstündigen Auftritt konnten sie mit ehrlichen Texten punkten, spielten ihren Deutschrock auf ihrem letzten Festival des Jahres und stellten ihr neues Album „Grell“ vor. „Das war sehr schön“, sagte Sänger Jo Halbig.
Mittendrin im Publikum rockte auch Rasheed Ashimi aus Itzehoe, der die Band „megagut“ fand, aber sich auch aus einem anderen Grund über das Festival freute: „Auch meine Band B206 hat gespielt“, sagte er. „Das war gigantisch.“ Denn die Band stellte die „WTF-Hymne“ vor – ein Lied, das sie extra fürs Festival geschrieben haben.

Vor ihnen traten bereits einige weitere musikalische Leckerbissen auf, die alle ihre Fans mitgebracht hatten, so etwa der inoffizielle Co-Headliner, die Celler Rockformation „Fire in Fairyland“, der in seinem Melodicore durch seine englischen Texte mit weiblichem Gesang bestach. „Sie haben die Massen gut mitgezogen“, so Mike Kühl, Manager von DEP. Zwei Drittel der Halle waren da schon gefüllt. Als Opener fungierte das Itzehoer-Urgestein „Baranski“. Da sie ihre Fans dabei gehabt haben, waren hier schon 150 Zuschauer dabei, um ihren Deutschrock mit ehrlichen Texten zu erleben. Das WTF-Gründungsmitglied „D.E.P.“ („Dog Eared Pages“) aus Kiel war wie „B206“ bereits zum vierten Mal dabei. Sie stellten komplett ihr neues Album „Rockporträt“ vor und spielten auch einige Songs ihres Vorgängeralbums „Ob Du-'s willst oder nicht“ „Die Stimmung war erstaunlich, viele haben die Texte mitgesungen. Das hat uns sehr gefreut“, sagte Sänger Stefan Schmidt. Jugendpflegerin Meike Nielsen freute sich: „Das Festival ist sehr gut angekommen worden, es blieb friedlich und ist erfolgreich.“ Auch das Jugendparlament war zufrieden. „In unserem bunten Mix ist für jeden etwas dabei denn wir setzen unterschiedliche Schwerpunkte“, sagte Till Esken.

Jerome Retzlaff, ehemaliger Jugendparlaments-Vorsitzender war sich bewusst: „Die Resonanz war auch bei den Bands sehr gut. Der Bekanntheitsgrad steigt, im Kreis haben wir schon Kultstatus.“ Wenn im Dezember neues Kinder- und Jugendparlament gewählt wird, muss dies ersta einmal entscheiden, ob sie das Festival weiter machen wollen.


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erstellt am 09.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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