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Freizeit : Ferienbetreuung jetzt flächendeckend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Heute fällt der Startschuss für die Erst- bis Viertklässler: Geboten wird in Kellinghusen bis Ferienende ein abwechslungsreiches Programm.

In den Sommerferien freiwillig zur Schule? „Klar“, sagt Rieke (8). Aber nicht zum Lernen, sondern, um beispielsweise nach Herzenslust zu Rutschen. Rieke freut sich schon darauf, in der „allerletzten“ Ferienwoche Teilnehmerin der Ferienbetreuung zu sein.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt auf Initiative ihrer Mutter Wiebke Tischler. Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes wollte mit der Offerte eine Betreuungslücke in den letzten drei Ferienwochen – von Montag, 4. August, bis Freitag 22. August - schließen. Noch sind Plätze im jeweils für 40 Euro wochenweise zu buchenden Angebot zu haben. Anmeldungen nimmt Tanja Korn vom Träger Verein für Gemeindepflege (VfG) entgegen.

Aus eigener Erfahrung weiß Wiebke Tischler, dass Eltern zwar einen Teil der „großen Ferien“ mit ihren Kindern verbringen können. „Für den gesamten Zeitraum der sechswöchigen Auszeit reicht der Urlaub jedoch meistens nicht.“ Zum Problem für berufstätige Eltern gerät dann die Unterbringung der jüngeren Kinder, zumal im Jahreslauf noch weitere Ferienzeiten anstehen. Wiebke Tischler recherchierte in Gemeinden, die bereits Erfahrungen mit einer Ferienbetreuung sammelten, stellte ihr Projekt in unterschiedlichen Gremien vor – und hatte die Verantwortlichen bald auf ihrer Seite. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Kellinghusen sowie der Bereitschaft des Schulverbands, Material und Räume der Grundschule bereit zu stellen war die Ferienbetreuung so gut wie in trockenen Tüchern. Als dann noch der Verein für Gemeindepflege die Trägerschaft übernahm und das Mehrgenerationenhaus als Kooperationspartner bereit stand, konnten die Eltern informiert werden.

Vorgesehen ist die Betreuung für Erst- bis Viertklässler von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von acht bis 15 Uhr. Willkommen sind zudem „Schulis“ aus den Kitas sowie Mädchen und Jungen, die nach den Sommerferien auf weiterführende Schulen wechseln. Einbezogen sind auch die Grundschulen Hennstedt und Wrist. „Da es in Hohenlockstedt bereits eine gut funktionierende Ferienbetreuung gibt und die Gemeinde Brokstedt einen Hort vorhält, haben wir mit dem zusätzlichen Angebot vor Ort eine flächendeckende Betreuung erreicht“, freut sich Tischler.

Als Überraschung kamen dem Projekt jetzt die Baumaßnahmen in der Otto-Ralfs-Straße in die Quere. Kurzfristig wurde die Ferienbetreuung deshalb in Räume des Förderzentrums verlegt. Tipp: Anfahrt über Stechelsweg. Beim Ortstermin sind Wiebke Tischler, Tanja Korn und Betreuerin Jule Bogner vom neuen Standort hellauf begeistert. Räume mit Zugang zum Außengelände und Sportplatz bieten Möglichkeiten für Spiel und Spaß unter freiem Himmel. Vorhandene Gesellschaftsspiele, Handpuppen sowie Musikinstrumente können eingesetzt werden, sollte das Wetter einmal nicht mitspielen. Gemeinsam mit den Kollegen Jonas Beselin und Daniel Leon Ihrek will Jule Bogner aber trotzdem noch einmal schauen, was an ergänzenden Materialen als „Umzugsgut“ aus dem benachbarten Grundschulgebäude geholt werden kann. Das Wichtigste: „Alle drei Betreuer haben Erfahrung um Umgang mit Kindern im Alter unserer Zielgruppe“, unterstreicht Tischler.

Jonas Beselin sei als Bufdi aus dem Jugend- und Kulturhaus „Die Bude“ bekannt, Jule Bogner leistete ihren Bufdi-Dienst in der Grundschülerbetreuung, und auch Daniel sei ein erfahrener Betreuer. Die erste Ferienbetreuung betrachtet Tischler als „Testlauf“. Wenn es gut läuft – auch unter der Maßgabe, dass in der Kürze der Zeit diesmal nicht alle Eltern reagieren konnten – möchte sie das Angebot fest einführen. „Wünschenswert wäre eine zuverlässige Ferienbetreuung für jeweils die Hälfte der Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien, welche in die Urlaubsplanung der Familien einfließen kann.“

>Kontakt VfG: 4822/9459360

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erstellt am 04.Aug.2014 | 16:49 Uhr

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