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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 12:25 Uhr

Bildung : Feldversuch in der Gemüseabteilung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Spezielles Lichtdesign, individuelle Farbgebung, niedrige Regale – Studierende der FH Westküste besuchen Edeka Frauen um Interessantes über Supermarkt-Psychologie zu erfahren.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2015 | 17:52 Uhr

Die Süßigkeiten stehen an der Kasse, damit quengelnde Kinder schnell noch einmal ruhig gestellt werden. Das ist Supermarkt-Psychologie. Aber moderne Verbraucherführung beinhaltet noch viel mehr Aspekte. Davon konnten sich Studenten der Fachhochschule Westküste (FHW) jetzt vor Ort überzeugen.

Was macht einen modernen Supermarkt aus? Was bedeutet Kundenorientierung konkret? Und welche technischen Neuerungen werden den Kunden zukünftig beim Einkauf begegnen? Zu diesen und vielen weiteren Fragen informierten sich 14 angehende Wirtschaftspsychologen aus dem Studienschwerpunkt „Marketing und Vertrieb“ bei einer Exkursion bei Edeka Frauen in Heide. Dierk Frauen, selbstständiger Kaufmann mit mehreren Filialen in der Region, führte die Studierenden durch sein Ladengeschäft, das aufgrund der richtungsweisenden Konzeption bereits als „Supermarkt des Jahres“ in Fachkreisen bundesweite Bekanntheit erlangt hat.

Spezielles Lichtdesign, individuelle Farbgebung, üppige Gangbreite, niedrige Regale und ausgewählte Bodenbeläge – ein moderner Supermarkt legt viel Wert auf eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und möchte den Einkauf für die Kunden so entspannt wie möglich gestalten. Frauen beantwortete zahlreiche Fragen der Studenten zu den psychologischen Hintergründen im Handelsmarketing. Deutlich wurde dabei, wie komplex Themen wie die „Intelligente Sortimentsgestaltung“ (Category Management) oder der Trend zu Bio- und Gesundheitsprodukten sind und wie wichtig es ist, in diesen Bereichen immer auf dem neusten Stand zu sein.

Erfahrungen mit so genannten Selbstzahlerkassen wurden ebenso diskutiert, wie ein kostenloser WLAN-Zugang oder auch die Einführung vollelektronischer Preisschilder. Frauen betonte, dass solche Investitionsentscheidungen heute nicht mehr nur unter Kostenaspekten, sondern vor allem aus Nutzensicht des Kundens gefällt würden.

FHW-Professor Thomas Jendrosch, der mit Edeka-Frauen bereits ein Forschungsprojekt zur Kundenzufriedenheit absolviert hat, betonte den Nutzen eines solchen Informationsaustausches für die Studierenden. Ohne rechtzeitige und vielfältige Praxiseinblicke sei es heute bedeutend schwerer, das im Studium erworbene Wissen später selbst praktisch erfolgreich einzusetzen, bilanzierte Jendrosch abschließend.

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