Feldschmiede: Umbau 2012

Bleibt bis 2012 erhalten: Die Umgestaltung der Feldschmiede wird verschoben. Foto: Ruff
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Bleibt bis 2012 erhalten: Die Umgestaltung der Feldschmiede wird verschoben. Foto: Ruff

Abschnitte zusammengefasst / Längere Vorlaufzeit soll Kosten senken

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14. April 2011, 07:46 Uhr

Itzehoe | Sie will böse Überraschungen vermeiden - und sorgte damit im Bauausschuss selbst für eine Überraschung: Die Verwaltung hat den Ablauf für die Umgestaltung der unteren Feldschmiede über den Haufen geworfen.

Bisher war im Zuge der Kanalisationsarbeiten ein Umbau in drei Abschnitten geplant: Beginn in den Sommerferien zwischen Kirchenstraße und Durchgang zum Klosterhof, Bauphase II im Spätsommer 2012. Die Umgestaltung des La Couronne-Platzes muss wegen der laufenden Sondernutzungen warten bis 2018.

Nach einem Koordinationsgespräch mit Stadt, Stadtentwässerung und Planern sieht es anders aus: Die Bauabschnitte I und II werden im laufenden Jahr bis zur Genehmigungsplanung vorangetrieben und dann zusammen in 2012 gebaut. Baubeginn soll direkt nach dem Winterende sein. Der dritte Abschnitt wird im Entwurf weiter vorbereitet, um 2018 loslegen zu können.

"Wir wurden von den Ingenierbüros auf Probleme hingewiesen", erklärte Bauamtsleiterin Bettina Bühse im Bauausschuss. Die Auftragsbücher der Baufirmen seien durch den Investitionsstau nach zwei harten Wintern voll. "Wir hätten mit schlechten Ausschreibungs ergebnissen rechnen müssen."

Durch die gleichzeitige Ausschreibung beider Abschnitte könnten die Kosten ebenfalls gesenkt werden - genau wie durch den Wegfall von Übergangsprovisorien zwischen dem ersten und zweiten Bau-Abschnitt. Auch Verwaltungs-, Planungs- und Koordinierungsaufwand seien geringer. "Wir beginnen später, dafür dauert es nicht so lange", fasste Bühse zusammen. Dadurch sei auch die Beeinträchtigung für die Geschäfte geringer.

Zudem machen zwei andere Punkte einen höheren zeitlichen Vorlauf erforderlich: Zum einen regten die Ingenieure an, sich durch Querschnittsgräben ein Bild vom Untergrund und den Leitungen zu verschaffen. So drohen während des Baus keine Überraschungen. Zum anderen soll es ein Beweissicherungsverfahren geben. In dem Gutachten werden die Gebäude und Keller an der Feldschmiede im Vorweg beurteilt.

Eine "nicht unerhebliche Rolle für die Verschiebung" spiele zudem die personelle Situation in der Tiefbauabteilung, heißt es in der Sitzungsvorlage. Seit 1. April ist die Abteilungsleitung vakant.

Während Ralph Busch (CDU) das "weitsichtige Reagieren" der Verwaltung lobte, lässt die "Notbremsung" für Hans Emil Lorenz (UWI) vor allem auf eines schließen: "Schlechte Vorbereitung." Er forderte, dass die Arbeiten bis 30. September 2012 beendet sein müssen. "Die Hauptumsätze des Einzelhandels liegen im Oktober, November und Dezember." Versprechen konnte Bühse das nicht. Doch sie versicherte: "Wir werden vor dem Weihnachtsgeschäft im Dezember fertig sein."

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