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Attac itzehoe : Feier nach zehn kritischen Jahren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit einem Jahrzehnt begleitet die Attac-Gruppe Itzehoe kritisch das Geschehen. Das feiert sie mit 120 Gästen auf Alsen.

Sie beziehen Stellung zu politischen Themen, allerdings außerhalb der parlamentarischen Meinungsbildung. Seit zehn Jahren erhebt die Itzehoer Attac-Gruppe innerhalb des globalisierungskritischen Netzwerkes ihre Stimme. Das Jubiläum feierten die Mitglieder auf Alsen gebührend mit mehr als 150 Besuchern. Mitglied Eilhard Stelzner (kleines Foto) rief die Gäste zur Teilnahme an einer Aktion auf: „Schreibt eure politischen Wünsche auf einer zehn Meter langen Papierrolle auf, die wir draußen ausgehängt haben!“

Viele gratulierten. So sagte Rainer Guschel (BUND): „Ihr seid das kritische Potenzial in Itzehoe, denn ihr kämpft für eine solidarische, friedliche Weltwirtschaftsordnung.“ Unter dem Motto „Global denken, lokal handeln“ setzten die Attac-Mitglieder genau die richtigen Denkanstöße. Als Anerkennung überreichte er ihnen einen Band zum Thema Fukushima.

Christine Weber-Herfort von Attac Itzehoe lobte zunächst den Ort des Geschehens, dann den Gastgeber: „Planet Alsen ist das Ereignis, das die Kultur in Itzehoe pflegt, Attac die einzige politische Gruppe zu kritischen Themen in der Stadt.“ Denn viele Betroffene von Kommerz und Privatisierungen „leiden auch auf kommunaler Ebene“. Zu sehen sei das unter anderem am Beispiel städtischer Wohnungen. „Wir setzen hier Blitzlichter gegen Kommerzialisierung und Privatisierung, wir stehen für Konsumkritik.“

Daran arbeiteten alle auf ihre Weise mit, sagte Christine Weber-Herfort. „Wir haben politische Inhalte, aber kein Programm, das wir abarbeiten müssen.“ Vielmehr agierten sie nach dem Prinzip der Losungen, einer modernen Form der Politikentfaltung, „die uns viel Spielraum lässt“. Denn Politik sei nicht nur eine Sache des Hirns, sondern man müsse sie auch emotional begreifen. Die Mitglieder stellten ihre Aktivitäten vor seit der ersten gemeinsamen Teilnahme an einer größeren Aktion: dem Protest in Heiligendamm 2007.

Im „Erzählcafé“, einer Diskussionsrunde für jeden Interessierten, sprachen die Teilnehmer über aktuelle politische Entwicklungen und wünschten sich eine Stärkung ihrer Form politischer Meinungsbildung. Eine Gruppe aus Braunschweig erklärte in einem Workshop das politische Samba-Trommeln, bei dem auf Veranstaltungen weltweit gleiche Rhythmen gelten. Darüber hinaus gab es eine Kolumbienausstellung, und es wurde das Kurzfilme-Projekt „Alsen klingt“ vorgestellt.

Zu Gast waren weitere Gruppierungen, die Attac nahe stehen, wie die BIAB aus Lägerdorf und „Brokdorf akut“. Auch Vertreter von Kirche und DGB sowie befreundete Attac-Gruppen schauten vorbei und überreichten Geschenke.
Musikalisch abgerundet wurde die Feier durch Klänge des Duos „Liam und Olaf“.

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erstellt am 26.Mai.2014 | 11:45 Uhr

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