zur Navigation springen

Bürgermeisterwahl : FDP schickt Schulz ins Rennen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Kellinghusen kandidiert mit Rückendeckung der Liberalen für das Bürgermeisteramt

Auch die FDP schickt einen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt. „Hochqualifiziert“, sagt FDP-Ortsvorsitzender Stefan Goronczy über Stephan Schulz. Wobei der Kandidat kein Mitglied der Partei ist und seinen Wahlkampf selbst finanziert.

Stephan Schulz ist Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Kellinghusen. Der 40-Jährige ist Beamter auf Lebenszeit und würde dies aufgeben, wenn er Bürgermeister von Glückstadt wird, weil dieses Amt das eines Wahlbeamten ist. Das Risiko will er aus einem bestimmten Grund eingehen: Schulz ist Glückstädter. „Ich möchte der Stadt etwas zurückgeben“, sagt der Vater zweier kleiner Kinder im Alter von drei und einem Jahr. Er hat das Detlefsengymnasium in der Elbestadt besucht und eine glückliche Jugend gehabt. „Ich schätze meine Heimatstadt.“ Sie liege ihm sehr am Herzen. Seit einigen Jahren lebt er auch wieder hier.

Nach dem Abitur ging Schulz vier Jahre zur Bundeswehr, war Flugsicherungsmaat in einem Marinegeschwader. Es folgte eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Elmshorn mit dem Abschluss zum Diplom-Verwaltungswirt. Von 2003 bis 2007 arbeitete Schulz als Fachbereichsleiter und stellvertretender Kämmerer bei der Stadt Marne. Als deren Verwaltung mit der der umliegenden Gemeinden fusionierte, wurde er beim neuen Amt Marne-Nordsee Fachbereichsleiter und Amtskämmerer. Seit 2015 ist er Leitender Verwaltungsbeamter beim Amt Kellinghusen.

In dieser Eigenschaft war Schulz im Frühjahr auf einer Studienfahrt, an der auch Glückstadts Bürgermeister Gerhard Blasberg teilnahm. „Er hat erzählt, dass er aufhört.“ Und ihm kam der Gedanke, dass sei die richtige Aufgabe für ihn. „Ich halte mich für geeignet“, sagt Schulz. Mit vielen Aufgaben ist er bereits in seinem aktuellen Amt vertraut - ein Beispiel ist die Anbindung an den Hamburger Verkehrsverbund. „Die Bahnanbindung betrifft mich auch in Kellinghusen.“ Bürgermeister Blasberg und er seien im selben Arbeitskreis. Auch in anderen Arbeitssitzungen würden sie zusammenarbeiten, wie beim Thema Asyl. Wobei er die hohe Zahl an Asylbewerbern, die nach Glückstadt kommen sollen, als „erdrückend“ empfindet. „1200 Menschen plus weitere“, seien aus seiner Sicht zu viel für eine Stadt wie Glückstadt. „Ich halte nichts davon, die Kommune zu überlasten.“ Persönlich hat er sehr gute Erfahrungen mit Asylsuchenden gemacht. „Es sind zuvorkommende Menschen, ihre Dankbarkeit ist groß.“

Ein Thema für ihn als Bürgermeister wäre der demographische Wandel. „Ich möchte ein Mehrgenerationenhaus gründen.“ Eines, in dem sich Alt und Jung austauschen und in einem Klappstuhlkino gemeinsam den „Tatort“ sehen. Zudem will er sich dafür einsetzen, dass Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Blick hat er da vor allem mittelständische Betriebe.

Klarstellen möchte er, dass ein Bürgermeister Chef der Verwaltung ist. „Und nicht Teil der Politik.“ Ein Bürgermeister könne nur beraten, aber nicht „schalten und walten, wie er will“. Die Beschlüsse würden die Politiker fällen. Dies werde in der Bevölkerung oft anders gesehen. Allerdings sei ein Bürgermeister ein Manager der Interessen der Bürger und der Politik. Trotzdem sei klar, dass er seine Ideen einbringen werde, sagt Schulz. Und nicht nur das: „Ich bin gut vernetzt.“ In Marne seien in seiner Amtszeit viele Millionen Euro Städtebaufördermittel verbaut worden, zwei Konjunkturprogramme hat er sich beschäftigt, zudem kenne er viele weitere Fördertöpfe. Im Tourismusbereich sitzt er im Beirat der AktivRegion „Auenland“. Das Programm „Soziale Stadt“, mit dem der Glückstädter Stadtteil Nord aufgewertet werden soll, habe er in Elmshorn bereits kennengelernt. Weiterhin liegt ihm die Elbquerung am Herzen. Und speziell zum Rathaus sagt Schulz: „Eine moderne Verwaltung verstehe ich als Dienstleister für Bürger und Wirtschaft.“

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Sep.2015 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen