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Kommunalpolitik : FDP für mehr Mut und Zuversicht

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreisvorsitzender Willi Göttsche beschwört beim Dreikönigstreffen in Itzehoe die Bedeutung liberaler Werte weltweit – und im Kreis Steinburg. FDP freut sich über rund 100 Gäste.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 11:45 Uhr

Feier mit politischen Gästen: Wie traditionell üblich, lud der FDP-Kreisverband am 6. Januar zu seinem Dreikönigstreffen, auch im Kreis Steinburg. Etwa 100 Gäste feierten mit, darunter Landrat Dr. Torsten Wendt, Itzehoes Bürgervorsteher Heinz Köhnke und der CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Rickers.

In seinem Rückblick auf das politische Jahr behandelte der Kreisvorsitzende und FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Willi Göttsche (Hennstedt), nicht nur die Kreispolitik, sondern schlug erst einen großen Bogen über die weltpolitische Lage dorthin. Anhand der Menschenrechtsverletzungen in Syrien, der Bespitzelung durch die USA und der mangelnden Demokratie in Russland stellte er fest, dass liberale Werte in der Welt missachtet werden.

„Und wir hier in Deutschland zeigen uns von einer Kaltherzigkeit, die ebenso unerträglich ist“, was ihn zu dem Schluss führte: „Wir machen nicht genug. Wir sollten die Würde der Menschen wahren. Öffnen wir unsere Herzen und Türen. Wir können mehr.“

Richtig mache es hingegen der Bundespräsident, der nicht nach Russland zu den olympischen Spielen fährt. „Er ist durch geschickte Schachzüge der FDP zum Bundespräsidenten geworden.“ Er selbst, so Göttsche weiter, sei als „kleiner Kreisvorsitzender“ aber auch hier für den Schutz individueller Rechte zuständig.

In der wirtschaftlichen Betätigung, der Verantwortung gegenüber der Umwelt, bei Persönlichkeit und Bildung sowie Lebenstauglichkeit und Kraft würden Volksvertreter gebraucht, die sagen: „Jetzt ist Schluss! Freiheit gibt man immer nur einmal auf.“ In Steinburg und Schleswig-Holstein müssten wieder mehr Mut und Zuversicht einkehren.

Für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der FDP zeichnete der stellvertretende Kreisvorsitzende Stefan Goronczy aus Glückstadt den Kreisvorsitzenden Willi Göttsche aus. Die Frage, „Warum habe ich das gemacht, in die FDP einzutreten?“, beantwortete dieser mit seiner damaligen Situation: „Als Bauernsohn bin ich bürgerlich erzogen worden.“ In einer Zeit, in der es für ihn geheißen habe, „Lieber tot als rot“ gab es damals als Gegenpol nur die CDU – „...die stockkonservativen Böcke bei uns im Dorf.“ Aus seiner freiheitlich geprägten Grundhaltung heraus sei er deshalb zur FDP gegangen. „Ich bin froh, dass ich nicht bei einer der anderen beiden Gruppierungen gelandet bin.“

Stefan Goronczy ergänzte: „Neben dem politischen ist auch der wirtschaftliche Teil wichtig für die Ausrichtung von Finanzpolitik.“ In welche Richtung Zinsen, Konjuktur und Inflation treiben „und wohin es mit unserem Geld geht“, dem versuchte sich der Referent Dr. Cyrus de la Rubia (Bild), Chefvolkswirt der HSH Nordbank, zum Thema „Nullzinspolitik der Notenbanken – wird unser Geld wertlos ?“ zu nähern. Die Zinsen auf einem historischen Tiefststand hätten zu einer „Islamisierung der westlichen Welt“ – also dem Verbot der Einnahme von Zinsen – geführt. Grund dafür sei die Angst. Bei der Frage, wer Schuld sei an den historisch niedrigen Tiefstand legte er seinen Schwerpunkt auf die volkswirtschatlichen Auswirkungen von „Güter-„ und „Vermögenspreisinflation“. Langfristig sei bei den Zinsen das Tal durchschritten. „Kurzfristig liegen sie noch etwa zwei Jahre auf einem Tiefststand“, so seine Einschähtzung.

Zu Holsteiner Rübenmus sorgte abschließend die Gruppe „Samt & Saitig“ für die musikalische Abwechslung des Abends.

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