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Familienzentrum : FBS plant Zentrum für Familien

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Kreisbehörde muss Projekt in Glückstadt noch genehmigen

von
erstellt am 01.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Ein traumatisiertes Flüchtlingskind. Seine Eltern sind mit ihm auf einem Boot aus ihren Heimatland entkommen. Jetzt besucht das Kleine den Kindergarten der Familienbildungsstätte (FBS). Doch immer noch muss die Mutter dabei sein. Allein ein tropfender Wasserhahn reicht aus, um dem Kind Angst zu machen.

Hilfe für solche Kinder und ihre Eltern ist ein Teil, dass ein Familienzentrum leisten könnte. Sabine Schade, Geschäftsführerin der Familienbildungsstätte, und FBS-Kindergartenleiterin Belinda Rath möchten ein solches Zentrum in den Räumen der Bürgerschule aufbauen – dort gibt es bereits den FBS-Kindergarten Elbbande.

Das entsprechende Konzept ist bei der Kreisbehörde eingereicht, wobei gewisse Vorbedingungen erfüllt sein müssen. Jetzt hoffen die beiden Frauen auf den Zuschlag. Denn es gibt fünf Bewerber im Kreis Steinburg für ein Familienzentrum, es ist aber nur Geld für drei vorhanden. Die Mittel kommen vom Land.

Träger der Familienzentren sind in erster Linie Tageseinrichtungen für Kinder. Voraussetzung für den Geldgeber ist: Es muss eine halbe Stelle geschaffen werden für eine Koordinierungskraft. Ziel ist, dass diese ein Netzwerk aufbaut. Unter anderem für Beratungen aller Art. „Das Familienzentrum soll eine Anlaufstelle für Familien werden. Auch aus den Umlandgemeinden“, erklärt Belinda Rath. Alle Kindergärten könnten sich dann bei Problemen an die Koordinierungskraft wenden. Zudem soll die Zusammenarbeit mit den Schulen verbessert werden. „Damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen haben. Benachteiligte Kinder sollen gefördert werden“, sagt Belinda Rath.

Damit Eltern sich vor Ort wohlfühlen, will Sabine Schade ein Elterncafé einrichten. Geplant sind neben den Beratungsangeboten Eltern-Arbeitsgemeinschaften, Infoveranstaltungen zu Erziehung, Ernährung, Bewegung und anders.

Ein Punkt ist die Integration. In der Überlegung ist, eine „Vorgruppe“ für die Kita einzurichten. Dort könnten Eltern ihre Kinder auf den Kindergarten vorbereiten und ihnen Ängste davor nehmen. Auch Sprachbarrieren sind ein großes Thema. „Es gibt türkische Kinder, die zu uns kommen und kein Wort Deutsch können“, sagt Sabine Schade. „Es gibt noch viel zu tun.“

Eine weitere Vorgabe: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll unterstützt werden. Sabine Schade erklärt: „Wir haben viele Ideen, die sich in einem Familienzentrum verwirklichen lassen. Und wir wollen uns noch weiterentwickeln.“ Und die FSB sei schon „sehr gut vernetzt“.

Belinda Rath sieht das geplante Familienzentrum als Ort, „wo die Menschen hingehen können“. Wo die Angebote und die Beratung nichts kosten. Denn die Finanzierung übernimmt das Land. Kommt ein positiver Bescheid, soll es noch in diesem Jahr losgehen.

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