Modellbahnbörse : Faszination der kleinen Eisenbahnen

Filigrane Züge:  Marvin Laubisch (12) mit  einer Modelleisenbahn im Maßstab 1:160.
Filigrane Züge: Marvin Laubisch (12) mit einer Modelleisenbahn im Maßstab 1:160.

In den Spaß mit Modellbahnen zieht immer mehr Technik ein, die das Vergnügen an den kleinen Zügen vergrößert. Das macht die Börse des MEC Brunsbüttel deutlich.

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10. März 2014, 12:00 Uhr

Zur traditionellen Frühjahrsbörse lud der Modelleisenbahnclub (MEC) Brunsbüttel am Sonntag in die Räume des Bildungszentrums ein. Neben rund 30 Verkaufsständen, an denen von Schienen bis hin zu Zügen in den unterschiedlichsten Spurbreiten nahezu alles zum Kauf angeboten wurde, was das Modellbahnerherz höher schlagen lässt, faszinierten insbesondere die ausgestellten Anlagen in der Aula des Brunsbütteler Gymnasiums die Gäste.

Neben der Jugendgruppe des Modelleisenbahnclubs aus der Schleusenstadt, die hier einen kleinen Ausschnitt ihrer Modelleisenbahn samt unterschiedlicher Landschaftspanoramen, der breiten Öffentlichkeit präsentierten, lud erneut die Lego-Eisenbahn von Manfred Schmuhl die ganz jungen Gäste zum Ausprobieren ein. Bewunderungsvolle Blicke erntete darüber hinaus die von den N-Bahn-Freunden Itzehoe aufgebaute Anlage im Maßstab 1:160. „In den 90er Jahren bin ich aus Platzgründen von H0 auf die N-Bahn umgestiegen“, erzählte Jörn Laubisch. Ein Hobby, das sich mittlerweile auch sein zwölfjähriger Sohn Marvin zu eigen gemacht hat. Auf der Suche nach Gleichgesinnten wurde der Modelleisenbahner schnell fündig. Doch statt eines Vereins mit festen Regularien gründete er gemeinsam mit neun weiteren Gleichgesinnten im Februar 2010 eine Interessengemeinschaft, die mittlerweile als Anlaufstelle für N-Bahn-Freunde aus der gesamten Region dient.

Eindrucksvoll stellten Jesse Melzer (12) und Tom-Leo Eickenberg (12) die umfangreichen Möglichkeiten der im Modellbahnbau Einzug gehaltenen Digitaltechnik vor. „Bei der Steuerungsanlage handelt es sich im eine Märklin–Central Station II“, so Winfried Melzer vom MEC. Ein Mini-PC, mit dem sich nicht nur eine komplette Gleisanlage steuern lässt, sondern darüber hinaus diverse Lokomotiven mit bis zu 23 zusätzlichen Funktionen erweitert werden können. So können über die Steuerungsanlage, oder einem damit verbundenen Smartphone beispielsweise Leuchtmittel aktiviert oder deaktiviert oder auch die unterschiedlichsten Geräusche auf Knopfdruck abgespielt werden. „Die Digitaltechnik wird immer beliebter“, so Dieter Liebing. Der pensionierte Elektrotechnikmeister hat in den vergangenen Jahren über 600 analoge Loks für Freunde und Mitglieder des MEC mit digitalen Dekodern versehen.

Reichlich Arbeit wartete auf den als Lok-Doktor bekannten Claus-Christian Bock. Immer wieder suchten Gäste mit defekten Loks den Rat des erfahrenen Modelleisenbahners, der kleine Reparaturen gleich vor Ort vornahm.

>www.mec-brunsbuettel.de

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