Jubiläumsfeier : Fanfaren-Corps feiert beim Jahrmarkt

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Es begann mit einigen Musikern, einfach nur Spaß haben wollten. Inzwischen besteht der Fanfaren-Corps Nortorf seit 20 Jahren – und das soll während des Jahrmarkts ordentlich gefeiert werden.

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30. Juli 2014, 17:24 Uhr

Das Fanfaren-Corps Nortorf hat seinen 20. Geburtstag ganz in das Programm des Wilster-Jahrmarkts eingebunden. Alle fünf Jahre feiern die Nortorfer ein Musikfest; das vierte steht jetzt im Zeichen der 20-Jahr-Feier.

„Am Anfang sollte es nur eine kleine Spaßgruppe sein, die aus Jux und Tollerei am Vatertag Musik machen wollte. Niemand ahnte, dass daraus ein richtiger Verein entstehen würde“, erinnert sich Organisationsleiter Helmut Siebke. Man sei sogar vielfach belächelt worden, es hieß: „Die sind genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.“ Jetzt, 20 Jahre später, werde man derartige Sätze nicht mehr hören. Denn die vielerorts sehr beliebte Truppe werde, egal wo sie auftrete, immer mit den Worten verabschiedet: „Kommt bloß wieder!“ Durch die jährlichen Auftritte beim Karneval wissen inzwischen auch die Rheinländer, wo Nortorf liegt.

Aus Freude an der Musik hatten drei Musiker im November 1994 das Fanfaren-Corps Nortorf gegründet. Später kamen ein paar Freunde dazu, so dass jeden Mittwoch bei Karin und Helmut Siebke im Wohnzimmer – inzwischen zu neunt – geprobt wurde. Im Juni 1995 gab es den ersten offiziellen Auftritt beim Kinderfest in Nortorf. Das Fanfaren-Corps wurde bekannter und immer öfter engagiert. Schließlich trat es bei Kinder-, Straßen- und Hafenfesten, Schützen- und Laternenumzügen, Jubiläen und als Jahreshöhepunkt beim rheinischen Karneval auf. Seit November 1996 sind auch die Cheerleader ein Bestandteil des 45 aktive Mitglieder zählenden Fanfaren-Corps.

Die Idee, die 20-Jahr-Feier in den Jahrmarkt einzubinden, sei entstanden, als es hieß, diese Großveranstaltung werde um zwei Wochen verschoben. Es sollte eine Veranstaltung werden, von der beide Seiten profitierten: Der Jahrmarkt würde bekannter, die Schausteller hätten deutlich mehr Menschen auf dem Markt und bei den teilnehmenden Musikzügen wurde zwischen ihren Auftritten keine Langweile aufkommen. Einzige Bedingung: Es sollte ein Festzelt aufgebaut werden, damit bei schlechtem Wetter Musiker und Zuschauer ein Dach über dem Kopf hätten. Ein Zeltbetreiber wurde gefunden mit der festen Zusage: „Ich stelle das Zelt und bewirte dort.“

Diese Sicherheit wurde im Juni durch die plötzliche Absage des Zeltbetreibers über den Haufen geworfen. Ein Ersatz war in der Kürze der Zeit nicht zu beschaffen. Da der Jahrmarkt doch nicht verschoben wurde, liegt das Fest jetzt mitten in der Ferienzeit. Von den am Anfang geplanten 20 Vereinen kann jetzt nur die Hälfte am Musikfest teilnehmen. Dankbar sind die Nortorfer Fanfarenbläser Frank Lamberty, der das Aurallye-Zelt nach einer Veranstaltung in Brunsbüttel abbauen und in Wilster neu aufbauen will. Als Wetterschutz für die Zuschauer wurden zwei weitere Zelte angemietet. Die Veranstalter mussten eine Bestuhlung und Zeltbeleuchtung organisieren. Am Abend wird Stefans Disco für Stimmung sorgen, die Bewirtung auf dem Festplatz übernimmt Colosseum-Wirt Michael Mehrens.

Den finanziellen Aufwand hätte das Fanfaren-Corps Nortorf nie aus eigener Kraft bewältigen können. Deshalb richten Helmut Siebke und seine Mitstreiter ein großes Dankeschön an zahlreiche Wilsteraner Geschäftsleute, die spontan ihre Unterstützung zusagten. Am Sonnabendmorgen wird die Jugendfeuerwehr ab 9 Uhr beim Aufbau helfen, so dass am Mittag alles stehen wird.

Das Festprogramm beginnt am Sonnabend um 17 Uhr mit den ersten Konzerten der Gastvereine. Danach Disco bei freiem Eintritt. Am Sonntag geht es um 13 Uhr mit dem ersten Höhepunkt auf dem Festplatz los. Zur gleichen Zeit finden in der Stadt Platzkonzerte statt. Dann geht es in einem Sternmarsch zum Colosseumplatz, wo sich die Gastvereine präsentieren, bevor um 18 Uhr das große Finale folgt.

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