Glückstädter Kulturmärz : Fan der leisen Töne

Christine Schilling gibt beim „Kulturmärz“ ihr erstes Solo-Konzert.
Christine Schilling gibt beim „Kulturmärz“ ihr erstes Solo-Konzert.

Christine Schilling aus Glückstadt gibt im ZUge des Kulturmärz ein Konzert im Wasmer-Palais – ihre persönliche Premiere mit einem Solo-Abend.

shz.de von
28. Februar 2018, 05:01 Uhr

Premiere der leisen Klänge am Klavier in Glückstadt: Noch ist sie nie solo aufgetreten, nun soll es aber soweit sein. Klavierspielerin Christine Schilling (48) gibt im Wasmer-Palais ein Konzert mit einem Querschnitt aus ihrem Repertoire. Im „Kulturmärz“ spielt sie am Sonntag, 11. März, ab 17 Uhr im Stucksaal unter dem Titel „Leise Töne – ein Streifzug durch leise Klaviermusik von Händel bis Squiban“.

Seit fünf Jahren übt die Glückstädterin intensiv als Musikschülerin bei Richard Nafziger, bei dem sie Unterricht an der Musikschule genommen hat. Öffentlich aufgetreten ist Christine Schilling bisher, um Sänger am Klavier zu begleiten. So bei Chansons in der Unterhaltungsmusik mit klassischem Musikgesang. Im vorvergangenen Jahr hat sie etwa die „Winterreise“ von Franz Schubert (1797 - 1828) mit Bassstimme aufgeführt.

Nun präsentiert die Glückstädterin solo ein einstündiges musikalisches Programm mit ihren Lieblings-Titeln, in dem sie zwischendurch auch etwas über die Stücke erzählt. „Ich mag lieber die leisen Töne, die auch viele meiner Lieblingsstücke ausmachen.“ Schilling arbeitet im kaufmännischen Bereich, Klavier spielen bedeutet für sie Entspannung. „Ich wohne im Reihenhaus, wo der Platz begrenzt ist und ich auf die Nachbarn achten muss.“ Da machen sich die leisen Klavierstücke natürlich am besten.

In ihrem Konzert präsentiert Christine Schilling nun Stücke aus drei Jahrhunderten, chronologisch geordnet, angefangen mit Händel (1685 bis 1750). „Ich habe musikgeschichtlich über die Lieder recherchiert, warum und zu welchem Anlass sie geschrieben und gespielt wurden.“ So wird der Zuhörer auch erfahren, wer Händels Suiten gestohlen hatte und zu welchem Anlass sogar Liszt (1811 - 1886) piano, leise, komponiert hat. Beim Sturm durch „Die Tanne“ von Jean Sibelius (1865 bis 1957) darf es dann durchaus auch mal etwas lauter werden.

Auch der Flügel, auf dem Christine Schilling spielt, wird vorgestellt. „Der steht schon seit 40 Jahren hier, wurde 1980 eingeweiht. Das wissen die meisten aber gar nicht“, wie sie bedauert. Das Instrument gehört der Stadt, Mitarbeiter stellten ihr Zeitungsartikel zur Verfügung, die den Werdegang nachzeichnen.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, aber es wird um Spenden für den Flügel gebeten. „Er muss überholt werden er braucht einen neuen Umhang, und es muss ein bisschen an der Mechanik gemacht werden“, sagt Christine Schilling. Es handelt sich um ein Instrument aus Wien, bei dem sie nur zu dem Ergebnis kommen könne: „Welch ein tolles Instrument“, während sie auch schon das nächste Stück auf ihm anstimmt – natürlich ein leises.

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