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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 09:01 Uhr

Neuer NAme : Familienzentrum in Sude-West

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Evangelische Familienbildungsstätte umgewandelt in neue Einrichtung – diese lädt zum Tag der offenen Tür ein.

Ein Schild musste her. An der Schauenburger Straße sollte es auf die Evangelische Familienbildungsstätte (FBS) hinweisen. Doch der Name war zu lang. Die Lösung war „Ev. Familienzentrum“. Mit weißer Schrift auf orangefarbenem Grund prangt das Schild seit Monaten an einer Laterne. Und nun stimmt es auch: Die FBS gibt es nicht mehr, sie ist im evangelischen Familienzentrum in Sude-West aufgegangen, das sich das Gebäude mit der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde teilt.

Die Idee habe es schon gegeben, bevor Politik und Kirche das Thema Familienzentrum forciert hätten, sagt Leiterin Benita von Sass-Hasselblatt. Letztlich sei es die Fortsetzung des Mehrgenerationenhauses – dieses war nach dem Auslaufen von Fördermitteln zur FBS unter dem Dach des Diakonischen Werkes Rantzau-Münsterdorf geworden. Die Inhalte seien auch in der FBS weiterentwickelt worden, so die Leiterin. Das Kerngeschäft mit den Kursangeboten bestehe nach wie vor, doch das Familienzentrum will viel mehr sein: Treffpunkt, Ansprechpartner und Anlaufstelle für Hilfe- und Ratsuchende, Koordinator in einem großen Netzwerk.

Bildung sei nicht der Schwerpunkt, sagt Benita von Sass-Hasselblatt. Es gebe einen klaren Unterschied zur Volkshochschule, das Programm sei auch anders. Daneben existierten „immer mehr Möglichkeiten von offenen Treffs für alle Generationen“, ob „i-Punkt“ für Schwangere und junge Mütter, die zunehmende Resonanz von Müttern auf das Café von Montag bis Mittwoch oder die Angebote einer frisch verpflichteten Betreuerin für Senioren. Sieben Angestellte, meist in Teilzeit, hat das Familienzentrum, der Stamm an Honorarkräften soll weiter wachsen. Deshalb hofft die Leiterin, dass in Zusammenarbeit mit dem Kreis-Jugendamt eine Anerkennung und Förderung erreicht werden kann.

Die Offenheit soll gleichzeitig Hemmschwellen abbauen, Beratungsangebote wahrzunehmen. So finden Delfi-Kurse in der Außenstelle in der Wilhelmstraße statt, dort sitzt auch die Familien-Hebamme. Generell solle das Familienzentrum eine Leuchtturmfunktion haben, sagt Benita von Sass-Hasselblatt: „Angebote des Familienzentrums müssen nicht unbedingt hier stattfinden.“ Ziel sei, den Menschen kurze Wege zu qualifizierten Kräften in dem wachsenden Netzwerk zu bieten – „auch gedanklich“. Zudem könne auf Bedarf kurzfristiger reagiert werden, ohne aber Doppelangebote zu schaffen. So stimme sich das Evangelische Familienzentrum ab mit dem katholischen Familienzentrum am Coriansberg. Es gehe um Ergänzungen, nicht Konkurrenz, „das wäre absolut nicht zeitgemäß“.

Längst sei noch nicht alles erledigt, manche Möglichkeiten ahne man vielleicht noch gar nicht, sagt Benita von Sass-Hasselblatt. Das Familienzentrum solle für ältere wie junge Menschen eine Hilfe sein, aus der Isolation herauszukommen, ohne dass es etwas koste. Geradezu verwundert fragte gerade erst eine Frau mit kleinen Kindern: „Darf ich hier einfach sein?“ Klare Antwort: Ja, bitte!

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erstellt am 19.Sep.2014 | 12:06 Uhr

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