zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 16:17 Uhr

Infoabend : Familienpaten gesucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kinderschutzbund weiß: In der Wilstermarsch besteht Bedarf an der Unterstützung durch Ehrenamtler.

„Wir haben mehr Anfragen als Familienhelfer“, sagt Susanne Heinecker, Schutzengel-Projekt-Koordinatorin des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Itzehoe. Im Rahmen der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ im Kreis Steinburg sucht sie Verstärkung für das Ehrenamt „Familienpate“. Wilster und die Wilstermarsch sind nach wie vor in dieser Hinsicht ein weißer Fleck auf der Liste, sowohl wenn es um Familien mit Kindern im Alter von null bis drei Jahren geht, die Unterstützung im Alltag wünschen, als auch bei der Angabe derjenigen, die bereit sind, die Begleitung dieser zu übernehmen.

Heinecker geht davon aus, dass auf beiden Seiten noch zu wenig über das Projekt bekannt ist, und will in einer von der Gleichstellungsbeauftragten Anke Rohwedder organisierten Veranstaltung umfassend informieren. In einem Pressegespräch gemeinsam mit Vertretern von Grundschulen und Kindergärten aus Wilster und der Wilstermarsch, wurde für den Infoabend, zu dem an der Familienpatenschaft Interessierte ebenso wie Eltern willkommen sind, geworben. Beginn ist am Dienstag, 21. Januar, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Amtes Wilstermarsch, Kohlmarkt 25.

Susanne Heinecker ist überzeugt, dass es auch in Wilster und der Wilstermarsch Familien gibt, die gern die Unterstützung durch einen Familienpaten hätten – ebenso schwangere Frauen und Alleinerziehende. Übrigens: Es können außer den Säuglingen und Kleinkindern bis zu drei Jahren auch ältere Geschwister im Haushalt sein. Zurzeit gibt es kreisweit 17 ausgebildete Familienpaten im Alter zwischen 38 und 68 Jahren, elf von ihnen sind in Familien tätig.

Im Vordergrund steht die Entlastung der Eltern von einem oder mehreren Kindern , der zeitliche Aufwand liege im eigenen Ermessen, betrage im Schnitt aber etwa zwei bis sechs Stunden die Woche, erzählt Susanne Heinecker. Familienpaten können unterstützend tätig sein, indem sie beispielsweise auf das Baby oder Kleinkind aufpassen, damit die junge Mutter etwas Zeit für sich hat, um zu entspannen oder notwendiges zu erledigen. Familienpaten sorgen für Entlastung der Eltern, indem sie mit den Kindern etwas unternehmen oder spielen, bei der Haushaltsorganisation helfen und als Ansprechpartner da sind.

Über das Schutzengel-Projekt informiert wurde bereits vor zwei Jahren mit einem ersten Informationsabend über das Ehrenamt Familienpate, um Interessierte und Engagierte für die Ausbildung dazu zu gewinnen. Drei Teilnehmer aus der Wilstermarsch ließen sich daraufhin zum Familienpaten ausbilden, berichtete Anke Rohwedder. Zurzeit sind die Familienpaten aus verschiedenen persönlichen Gründen nicht in diesem Ehrenamt tätig. Da aber nach wie vor von einem großen Bedarf ausgegangen wird, werden in der Region erneut ehrenamtliche Familienpaten gesucht.

Auch Familien sollen ermutigt werden, sich zu melden. Über Grundschul- und Kindergartenleiter sowie Hebammen hoffen die Initiatoren, erste Kontakte zu Familien herzustellen, die Unterstützung gerne annehmen würden. Susanne Heinecker hebt hervor: „Das Angebot ist freiwillig und ohne behördlichen Auftrag.“ Der Zeitraum, über den ein Familienpate sich um eine Familie kümmert, hängt von der Situation ab, erfolgt während der ersten drei Lebensjahre des Kindes, dauere in der Regel etwa ein halbes Jahr. Ausgebildet werden die Familienpaten übrigens vom Kinderschutzbund, insgesamt sechs Tage – 42 Stunden. In dem Lehrgang geht es um die eigene Motivation, das Familienbild, um Gesprächsführung, Umgang mit Gefühlen, Bedeutung sozialer Netzwerke, Hilfe für Familien, Ernährung und rechtliche Fragen. Susanne Heinecker unterstreicht, dass nur Paten und Familien zusammenkommen, die auch zusammenpassen.

>Infos: www.fruehehilfen.steinburg.de







Karte
zur Startseite

von
erstellt am 19.Jan.2014 | 16:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen