Familienglück

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11. Januar 2016, 00:38 Uhr

Es ist mehr als vier Monate her: Ende August zog der Obdachlose Werner Bodeit mit drei aneinandergekoppelten Handwagen auch durch die Wilstermarsch. Alles, was er zum Leben brauchte, hatte er dabei. „Mein Zuhause ist dort, wo meine Wagen stehen“, sagte er damals dem Mitarbeiter unserer Zeitung und zog weiter in Richtung Beidenfleth und Glückstadt. Im Internet stieß seine Schwester auf den Bericht in der Wilsterschen Zeitung und hörte damit erstmals nach vielen Jahren wieder ein Lebenszeichen von dem gelernten Sattler. Sie machte sich auf Spurensuche – und wurde endlich fündig. Viele Menschen hätten ihr bei der Suche geholfen, schrieb sie gestern. Der entscheidende Hinweis sei aus der Wilstermarsch gekommen. „Ich bin sehr glücklich“, schreibt sie weiter. Die Geschwister hätten sich viel zu erzählen gehabt. Wenn das alles mal keine gute Nachricht ist. So dient die Tageszeitung auch zur Familienzusammenführung.

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