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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 13:38 Uhr

Familienfest voller Tanz und Charme

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Rosario dreht durch“: Ballettschule Regina Jungclaus aus Neumünster mit mehr als hundert Aktiven zu Gast im theater itzehoe

Die zehnte Ballett-Gala der Ballettschule von Regina Jungclaus (Neumünster) begeisterte wiederum wie in den Jahren zuvor im theater itzehoe das Publikum im fast ausverkauften Haus. Unter dem Motto „Rosario dreht durch“ zeigten die mehr als hundert Mitwirkenden eine peppige Drei-Stunden-Show, die die Ballett-Eleven zwischen 3 und 23 Jahren prägten.

Die 31 Tänze bettete die Choreographin in eine amüsante Rahmenhandlung ein, in der die Zauberin Lola (Gabi Lübbe) dem für die Erddrehung zuständigen Rosenfreund Rosario (Sönke Reimer) zu dessen 3000. Geburtstag einmal ein anderes Geburtstagsgeschenk als eine Krawatte mit Rosen überreichen will. Das führt zu einer Weltreise, auf der das ungleiche Paar dann den Tänzen begegnet.

Die ganze Gala wirkt wie ein Familienfest. Alle sind begeistert, auch weil hier und da ein paar Winzigkeiten schief gehen. Da fällt mal ein dreijähriger Ballettstöpsel beim Abgang vor lauter Aufregung hin, was weiteren aufmunternden Beifall erzeugt. Da winkt einer von den ganz Kleinen während eines lustigen Kringels der Mama im dunklen Saal zu, obwohl er sie gar nicht sehen kann. Gerade wegen dieser kleinen Unebenheiten wirkt das Ganze so charmant, locker und lässig. Als Belohnung gibt es Beifall. „Die Bühne ist so groß, aber das Publikum klatscht ganz toll!“, fasst die elfjährige Elisa Grell ihre Eindrücke zusammen. Sie tanzt beim „Rückwärtstanz“ und bei der „Sportanimation“ mit.

Was so spielerisch leicht wirkt, ist das Ergebnis harter Arbeit, eine zweijährige Vorbereitung steckt hinter all der so ansprechend präsentierten Kreativität. Dabei steht aber die Motivation der Ballett-Mädchen (nicht zu vergessen: Auch ein paar Jungen mischen elegant mit) im Vordergrund. Da gibt es zwischen bewegungsfreudigen Hüpfern, laszivem Jazz-Rock und klassischem Tanz im Tutu alles zu sehen, was eine moderne, der Tanzpädagogik verpflichtete Ballettschule zu bieten hat. Das Ensemble ist im Mittelpunkt, nie die Solistin. Jede darf mal an der Rampe vorbeitanzen. Und die jungen Leute bewältigen das souverän im Rampenlicht, hier und dort wird das Lampenfieber mit einem Lächeln weggetanzt. Was den Abend so schön macht: Immer wieder gibt es orkanartigen Beifall für Regina Jungclaus’ Tanzcompagnie.

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