Familie nach Feuer obdachlos

Mit Hilfe der Elmshorner Drehleiter versucht die Feuerwehr den Brand im Dachgeschoss in den Griff zu bekommen.
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Mit Hilfe der Elmshorner Drehleiter versucht die Feuerwehr den Brand im Dachgeschoss in den Griff zu bekommen.

80 Einsatzkräfte kämpfen in Kiebitzreihe gegen Flammen im Dachgeschoss eines Wohnhauses

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27. November 2018, 12:57 Uhr

Der erste Alarm gestern Morgen um 6   Uhr galt nur der Freiwilligen Feuerwehr Kiebitzreihe. Doch schon auf der Anfahrt zum Gerätehaus war den Helfern klar: Hier brauchen wir Hilfe. Kurz darauf heulte in Altenmoor die Sirene, schlugen die Meldeempfänger auch in Horst und bei der Drehleitergruppe der Elmshorner Wehr an.

Mehr als 80 Einsatzkräfte kämpften kurz darauf gegen die Flammen im Dachstuhl des Walmdachbungalows in der Kirchenstraße in Kiebitzreihe, in dem drei Generationen zusammen – wenn auch in zwei getrennten Wohnungen – leben. Von den fünf Bewohnern waren vier zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zu Hause. Sie konnten sich alle unverletzt ins Freie retten, wie der Kiebitzreiher Wehrführer Delf Westphalen sagte.

„Bei unserer Ankunft brannte der Dachstuhl schon in vollem Ausmaß“, sagte Westphalen. Mehrere Meter hoch schlugen die Flammen durch geborstene Fensterscheiben auf der Rückseite des Gebäudes. Innerhalb weniger Minuten breitete sich der Brand auf das gesamte ausgebaute Obergeschoss aus. Auf der Straßenseite schlugen Helfer vom Korb der Elmshorner Drehleiter aus die Fenster ein, um Wasser in die Flammen spritzen zu können. Andere Kräfte postierten sich auf der benachbarten Garage, um von dort aus einen besseren Zugriff zu haben. Zusätzlich wurde das Dach teilweise abgedeckt.

Die Feuerwehr versuchte noch, mit einem so genannten Innenangriff zu retten, was aber nicht mehr zu retten war. „Die Einsatzkräfte haben noch versucht, über das Treppenhaus nach oben zu gehen, kamen aber leider dort nicht weiter“, sagte Westphalen, der zusammen mit seinem Amtsvorgänger Rainer Schmidt, der jetzt stellvertretender Steinburger Kreiswehrführer ist, die Einsatzleitung bildete. Brennende Teile der Decke stürzten den Helfern entgegen. Die Eigengefährdung erschien Westphalen zu groß – zumal keine Personen mehr im Gebäude waren. Und dies zu recht: Wenig später waren brennende Gegenstände bis ins Erdgeschoss gefallen. Die Einsatzkräfte gingen gestern davon aus, dass das Feuer im Bereich des Balkons ausgebrochen ist.

Die Löscharbeiten dauerten bis zum späten Vormittag, ehe die auswärtigen Feuerwehrkräfte abrückten. Von der Kiebitzreiher Wehr blieb bis zum Nachmittag eine Brandwache vor Ort. Brandursache und Schadenshöhe standen gestern noch nicht fest, die Polizei ermittelt noch. Das Haus ist durch Feuer- und Wasserschäden zurzeit unbewohnbar.

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